5-HT 1A -Rezeptor-vermittelte Astrozytenaktivierung und S100B-Induktion durch atypische Antipsychotika

Negativ-Symptome und kognitive Defizite bei Schizophrenie werden partiell einer 5-HT1A-Rezeptordysregulation zugeschrieben. Klinisch wurden bei diesen Zuständen veränderte Serumspiegel des astrozytären Zytokins S100B gefunden. In vitro führte eine 5-HT1A-Stimulation zu gesteigerter S100B-Freisetzung...

Author: Vogt, Björn
Further contributors: Rothermundt, Matthias (Thesis advisor)
Division/Institute:FB 05: Medizinische Fakultät
Document types:Doctoral thesis
Media types:Text
Publication date:2010
Date of publication on miami:22.03.2010
Modification date:03.05.2016
Edition statement:[Electronic ed.]
Subjects:Schizophrenie; Atypische Antipsychotika; S100B; Astrozyten; Serotonerger 5-HT1A-Rezeptor
DDC Subject:610: Medizin und Gesundheit
License:InC 1.0
Language:German
Format:PDF document
URN:urn:nbn:de:hbz:6-68449464882
Permalink:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-68449464882
Digital documents:diss_vogt.pdf

Negativ-Symptome und kognitive Defizite bei Schizophrenie werden partiell einer 5-HT1A-Rezeptordysregulation zugeschrieben. Klinisch wurden bei diesen Zuständen veränderte Serumspiegel des astrozytären Zytokins S100B gefunden. In vitro führte eine 5-HT1A-Stimulation zu gesteigerter S100B-Freisetzung. Für atypische Antipsychotika wurde eine verbesserte Wirkung auf diese Symptome beschrieben. Auf dieser Basis untersuchten wir die Effekte verschiedener Antipsychotika mit unterschiedlichen Rezeptorprofilen hinsichtlich Zellaktivierung und S100B-Induktion auf genomischer und Proteinebene mit murinen Astrozytenkulturen. Alle Substanzen bewirkten eine deutliche S100B-Induktion, wobei der Effekt bei hoher 5-HT1A-Affinität signifikant stärker war. Atypische Substanzen erreichten eine größere S100B-Induktion als Haloperidol, so dass S100B-vermittelte neuromodulatorische Effekte ein mögliches Korrelat für die verbesserte Wirkung bei Negativ-Symptomen und kognitiven Defiziten darstellen könnten.