Interessenausgleich im Wissenschaftsurheberrecht? : Wissenschaftsschranken nach dem „Zweiten Korb“ der Urheberrechtsreform

Wissenschaftliche Erkenntnis basiert auf dem Fundament des bestehenden Wissens, das als solches nicht Gegenstand des Urheberrechts ist. Gleichzeitig sind die Werke, in denen Wissen verkörpert ist, urheberrechtlich geschützt. Das Urheberrecht ist damit ein Faktor für den wissenschaftlichen Informatio...

Author: Bajon, Benjamin
Further contributors: Hoeren, Thomas (Thesis advisor)
Division/Institute:FB 03: Rechtswissenschaftliche Fakultät
Document types:Doctoral thesis
Media types:Text
Publication date:2010
Date of publication on miami:06.09.2010
Modification date:07.06.2016
Series:Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster / Reihe III, Bd. 3
Edition statement:[Electronic ed.]
Subjects:Urheberrecht; Interessenausgleich; Schrankenregelungen; Schranken; Wissenschaft; Informationsgerechtigkeit
DDC Subject:340: Recht
License:InC 1.0
Language:German
Notes:Auch im Buchhandel erhältlich: Interessenausgleich im Wissenschafts - Urheberrecht? / von Benjamin Bajon. - Münster : Monsenstein und Vannerdat, 2010. 576 S. (Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster : Reihe III ; Bd. 3), ISBN 978-3-8405-0019-0, Preis: 27,50 EUR
Format:PDF document
ISBN:978-3-8405-0019-0
URN:urn:nbn:de:hbz:6-86479455181
Permalink:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-86479455181
Digital documents:diss_bajon_buchblock.pdf

Wissenschaftliche Erkenntnis basiert auf dem Fundament des bestehenden Wissens, das als solches nicht Gegenstand des Urheberrechts ist. Gleichzeitig sind die Werke, in denen Wissen verkörpert ist, urheberrechtlich geschützt. Das Urheberrecht ist damit ein Faktor für den wissenschaftlichen Informationsaustausch. Zielvorgabe eines ausgewogenen Urheberrechts sollte im Sinne idealer Rahmenbedingungen ein angemessener Ausgleich zwischen den Interessen aller Beteiligten sein. Die Arbeit ist der Frage gewidmet, welchen Beitrag die wissenschaftsrelevanten urheberrechtlichen „Schrankenregelungen“ zu einem solchen Interessenausgleich leisten oder leisten können. Sie stellt neben Besonderheiten des „Wissenschaftsurheberrechts“ die internationalen, europäischen und verfassungsrechtlichen Vorgaben dar und untersucht detailliert einzelne relevante Schranken des deutschen Urheberrechts. Neben der Vervielfältigung zum eigenen wissenschaftlichen Gebrauch (§ 53 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 UrhG), der öffentlichen Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung (§ 52a UrhG) und der Schranke zugunsten elektronischer Leseplätze (52b UrhG) bezieht sie auch den im Zweiten Korb der Urheberrechtsreform kodifizierten Kopienversand auf Bestellung (§ 53a UrhG) ein.