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Soziale Innovationen für eine zukunftsfähige Lebensweise

Gemeinschaften und Ökodörfer als experimentierende Lernfelder für sozial-ökologische Nachhaltigkeit

Auf der Suche nach Lösungen für die soziale, ökologische und ökonomische Krise, explorierte die Autorin sozialökologische Ansätze und die Bedeutung der sozialen Dimension der Nachhaltigkeit. Wie entstehen sozial und ökologisch nachhaltige Organisationsstrukturen? Aus Nachhaltigkeitsansätzen wurde ein „Prinzipienkatalog“ zusammengestellt anhand dessen sieben sozialökologische Gemeinschaften und Ökodörfer ausgewählt und mittels je mehrwöchigen teilnehmenden Beobachtungsbesuchen beforscht wurden. Die Umsetzung ihrer Visionen wurde exploriert und ihre Praktiken auf innovative Methoden sozial-ökologisch nachhaltiger Lebensweise ausgewertet. Ergebnis ist eine Zusammenhangsanalyse der Methoden zum Aufbau und Erhalt zukunftsfähiger Sozialwesen: eine werteorientierte Basis, Methoden effektiver Entscheidungsfindungsprozesse, Pflege gemeinschaftlicher Nachbarschaft und Basis nachhaltiger Wirtschaftsmethoden – ein Methodenset zur Anregungen für die Praxis auch in anderen gesellschaftlichen Kontexten.

Has modernity killed “community”? What is the social dimension of sustainability and why is community relevant for it? After discussing sociological theories and Communitarian efforts the author generates criteria of sustainable living from contemporary research. For empirical study worthwhile communities were selected according to the criteria. Do intentional communities offer realistic solutions to the ecological, social and economic crises? Do they realize their ambitious visions? In participant observation during several week-long visits in seven intentional communities (mainly in Germany) the cases were specified as “living laboratories” of communal and ecological living. The most innovative methods in sustainable living combining individual freedom and communal cooperation were identified and described in the areas of membership governance, decision making, and communication to show transferrable methods to other communities and groups.

Titel: Soziale Innovationen für eine zukunftsfähige Lebensweise
Untertitel: Gemeinschaften und Ökodörfer als experimentierende Lernfelder für sozial-ökologische Nachhaltigkeit
Verfasser: Kunze, Iris GND
Gutachter: Reuber, Paul GND
Organisation: FB 14: Geowissenschaften
Dokumenttyp: Buch
Medientyp: Text
Erscheinungsdatum: 2009
Publikation in MIAMI: 18.02.2014
Datum der letzten Änderung: 27.07.2015
Quelle: Zugl.: Münster (Westfalen), Univ., Diss., 2008
Schlagworte: Nachhaltigkeit; Lebensweise; Soziologie; Gemeinschaft; Soziale Innovation; Teilnehmende Beobachtung; Ökodörfer
sustainability; intentional community; qualitative research; participant observation; social innovation; ecovillage
Fachgebiete: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie; Das Sozialverhalten beeinflussende Faktoren
Sprache: Deutsch
Anmerkungen: Auch im Buchhandel erhältlich: Soziale Innovationen für eine zukunftsfähige Lebensweise : Gemeinschaften und Ökodörfer als experimentierende Lernfelder für sozial-ökologische Nachhaltigkeit / Iris Kunze. - Münster : Ecotransfer-Verl., 2009. - V, 200 S., ISBN 978-3-939019-07-7
Format: PDF-Dokument
ISBN: 978-3-939019-07-7
URN: urn:nbn:de:hbz:6-54319499425
Permalink: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-54319499425
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Inhalt:
VORWORT............... 6
EINLEITUNG............. 8
I. TEIL: THEORETISCHE VORÜBERLEGUNGEN ............... 12
1. DIE SOZIALE DIMENSION DER NACHHALTIGKEIT............... 12
1.1 POLITISCHES LEITBILD UND STAND DER UMSETZUNG NACHHALTIGER ENTWICKLUNG ..............12
1.2 DER FORSCHUNGSSTAND UM DIE SOZIALE DIMENSION DER NACHHALTIGKEIT ............... 13
1.2.1 Normative Leitwerte ............... 13
1.2.2 Indikatoren und Operationalisierung............... 14
2. ZUR METHODIK I: ANSÄTZE SOZIALWISSENSCHAFTLICHER UMWELTFORSCHUNG ...............17
2.1 WISSENSCHAFTSTHEORETISCHE GRUNDÜBERLEGUNGEN............... 17
2.2 FORSCHUNGSMETHODISCHE ANNÄHERUNG AN NACHHALTIGKEIT ............... 20
2.2.1 Generierung von Transformationswissen............... 22
2.2.2 Gütekriterien für Nachhaltigkeitsforschung ............... 24
2.2.3 Integrative Forschungsstrategie zur Erwerbung von Transformationswissen ............... 25
2.3 NACHHALTIGKEIT UND DIE ENTSTEHUNG SOZIALER REGELUNGSSTRUKTUREN............... 26
3. THEORETISCHE HERLEITUNG SOZIAL-NACHHALTIGER PRINZIPIEN ............... 28
3.1 NACHHALTIGE LEBENSWEISE............... 28
3.1.1 Individuelle Hemmnisse............... 28
3.1.2 Strukturelle Barrieren ............... 31
3.2 INITIALAKTEURE NACHHALTIGERER FORMEN DER SOZIALEN GESTALTUNG ............... 31
3.3 SOZIALE VERGEMEINSCHAFTUNGSPROZESSE ............... 32
3.3.1 Genese sozialer Ordnungsstrukturen aus Vergemeinschaftungsprozessen ............... 33
3.3.2 Soziale Gemeinschaft in Abgrenzung zu anderen Gruppierungen ............... 34
3.3.3 Vergemeinschaftung und Vergesellschaftungstendenzen............... 35
3.3.4 Merkmale von Gemeinschaft aus sozialpsychologischer Perspektive ............... 36
3.3.5 Soziale Ordnungsstrukturen und die Kommunitarismus-Debatte............... 37
3.3.6 Vergemeinschaftung und Nachhaltigkeit ............... 39
3.4 RAUM, GEMEINSCHAFT UND DIE SOZIALE DIMENSION DER NACHHALTIGKEIT ............... 42
3.4.1 Gemeinschaft und Raum............... 42
3.4.2 Nachhaltige Siedlungsentwicklung............... 45
4. ZUR METHODIK II: ZWISCHEN THEORETISCHER UND EMPIRISCHER ERGEBNISGEWINNUNG ............... 48
4.1 DAS TRANSFORMATIONSEXPERIMENT ALSMETHODE ............... 48
4.2 FORSCHUNGSSTRATEGIE EINES SOZIAL-ÖKOLOGISCHEN TRANSFORMATIONSEXPERIMENTS ............... 50
4.3 ERSTES „SET IN PROGRESS“ SOZIAL-NACHHALTIGER PRINZIPIEN ............... 50
4.4 ERGEBNISGENERIERUNG IM FORSCHUNGSPROZESS DER „GROUNDED THEORY“............... 51
II. TEIL: EMPIRISCHE UNTERSUCHUNGEN ............... 53
5. DAS FORSCHUNGSFELD............... 53
5.1 INTENTIONALE GEMEINSCHAFTEN ............... 53
5.1.1 Definitionen und Zahlen ............... 53
5.1.2 Die Intentionale Gemeinschaftsbewegung............... 55
5.1.3 Zur Forschungsannäherung an Soziale Bewegungen............... 56
5.1.4 Intentionale Gemeinschaften als sozial-ökologische Transformationsexperimente ............... 57
5.2 ZURMETHODIK III: AUSWAHL DER PROJEKTE UND EINZELFALLDESIGN............... 60
5.2.1 Methodische Ausarbeitung der Einzelfallanalysen............... 61
5.2.2 Konkretes Vorgehen im Feld ............... 64
6. ERGEBNISSE AUS ZWEI VORSTUDIEN ............... 66
6.1 PRAKTIKEN DER UMSETZUNG ZUKUNFTSFÄHIGER INTENTION............... 66
6.1.1 Das interkulturelle Stadtprojekt Auroville............... 66
6.1.2 Das Ökodorf-Bildungszentrum Findhorn ............... 68
6.2 SOZIAL-ÖKOLOGISCHE VERGEMEINSCHAFTUNGS- UND RAUMGESTALTUNGSPROZESSE............... 71
6.2.1 Zur Planungsentwicklung in Auroville ............... 71
6.2.2 Die geistig-räumliche Entwicklung in der Findhorn-Gemeinschaft ............... 74
6.2.3 Zugrunde liegende Prinzipien ............... 76
6.3 ENTWICKLUNGSFÄHIGKEIT UND FLEXIBLE STRUKTUREN ............... 76
6.4 ZUR NACHHALTIGKEITSLEISTUNG DER UNTERSUCHUNGSPROJEKTE ............... 78
6.5 BILDUNGSPROGRAMM „ECOVILLAGE DESIGN“............... 80
6.6 SOZIALE PRINZIPIEN DES GLOBAL ECOVILLAGE NETWORK............... 81
6.7 ZWEITES „SET IN PROGRESS“ SOZIAL-NACHHALTIGER PRINZIPIEN ............... 82
7. DIE ERGEBNISSE AUS DEN EINZELFALLSTUDIEN IN DER BRD............... 84
7.1 AUSWAHL DER UNTERSUCHUNGSPROJEKTE............... 84
7.2 AUSWERTUNGSMETHODEN UND DARSTELLUNG DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNGEN............... 86
7.3 PRINZIP 1: INTENTION DER NACHHALTIGKEIT ............... 88
7.4 PRINZIP 2: INDIVIDUUM-KOLLEKTIV-BALANCE ............... 97
7.4.1 Punkt 2a) Mitgliedschaft: Verträge, die Ein- und Ausstieg regeln............... 97
7.4.2 Punkt 2b) Gemeinschaftskultur ............... 99
7.5 PRINZIP 3: FLEXIBEL-RESPONSIVE ORGANISATIONSPRINZIPIEN ............... 106
7.5.1 Punkt 3a) Konsensentscheidungsfindung: Konzept, Praxis, Erfahrungen ............... 106
7.5.2 Punkt 3b) flexible Organisation und Stabilität ............... 112
7.6 PRINZIP 4: ENTWICKLUNGSFÄHIGKEIT ............... 113
7.6.1 Punkt 4a) Experimentieren und bewusste Reflexion............... 113
7.6.2 Punkt 4b) Erlernen sozialer, kooperativer und kommunikativer Kompetenzen............... 120
7.6.3 Punkt 4c) Außenkontakte und Image ............... 122
7.7 PRINZIP 5: SOZIAL-ÖKOLOGISCHE SIEDLUNGS- UND RAUMGESTALTUNG ............... 124
7.7.1 Punkt 5a) Immobilienbesitz: gemeinnützig mit sozial-ökologischen Zielen ............... 125
7.7.2 Punkt 5b) Sozial-ökologische Kultivierung des Geländes ............... 126
7.7.3 Punkt 5c) Nutzungsmischung und -ergänzung, kurze Wege ............... 129
III. TEIL: WEGE DER UMSETZUNG SOZIAL-NACHHALTIGER PRINZIPIEN............... 130
8. DRITTES „SET“ SOZIAL-NACHHALTIGER PRINZIPIEN AUS DEN UNTERSUCHUNGSPROJEKTEN............... 130
8.1 SCHLÜSSELPRINZIPIEN ............... 132
8.1.1 Über Intentionen und Umsetzung sozialer Nachhaltigkeit ............... 133
8.1.2 Soziale Vergemeinschaftung zwischen Individuum und Kollektiv ............... 134
8.2 KONKRETEMETHODEN UND STRUKTURPRINZIPIEN ............... 136
8.2.1 Demokratische, konsensuale Entscheidungsfindung ............... 137
8.2.2 Erlernen und Verbessern sozialer Kompetenzen ............... 139
8.2.3 Strukturelle Organisation............... 141
9. HINTERGRÜNDE UND WEGE FÜR GELINGENDE ÜBERGÄNGE............... 142
9.1 ZUR ENTWICKLUNG VON VERGEMEINSCHAFTUNGSPROZESSEN............... 142
9.1.1 Zur Genese und anthropologisch-historischen Entwicklung von Gemeinschaft............... 142
9.1.2 Mikrosoziale Raumgestaltung von unten............... 145
9.1.3 Stabilität und Entwicklungsfähigkeit ............... 146
9.1.4 Individuum-Kollektiv-Balance: Freiheit und sowie durch soziale Gemeinschaft ............... 147
9.1.5 Sozialpsychologische Entwicklung von Gemeinschaftsfähigkeit ............... 149
9.2 ENTWICKLUNG DER DENKSTRUKTUREN FÜR (SOZIAL-)ÖKOLOGISCHES VERHALTEN............... 152
10. ABLEITUNGEN FÜR DIE KONZEPTION VON NACHHALTIGKEIT ............... 154
10.1 SOZIAL-ÖKOLOGISCHE TRANSFORMATIONSEXPERIMENTE............... 154
10.1.1 Als konkrete Projekte............... 154
10.1.2 Aspekte für Transformationsexperimente ............... 155
10.2 EBENEN DER NACHHALTIGKEIT ............... 159
10.3 SOZIAL-ÖKOLOGISCHE DIMENSION DER NACHHALTIGKEIT? ............... 161
10.4 MULTIDIMENSIONALE, SOZIAL-ÖKOLOGISCHE TRANSFORMATION ............... 162
11. POTENTIALE UND HANDLUNGSPERSPEKTIVEN............... 167
11.1 GESELLSCHAFTLICHEWIRKUNG INTENTIONALER GEMEINSCHAFTEN ............... 167
11.1.1 Wissenstransfer aus der intentionalen Gemeinschaftsbewegung ............... 167
11.1.2 Wirkungsweisen............... 168
11.2 WISSENSCHAFTSMETHODISCHE KONSEQUENZEN ............... 170
11.2.1 Sozialwissenschaftliche Umweltforschung als forschungsstrategische Möglichkeitssuche ............... 170
11.2.2 Der Beitrag einer transformativ-integrativen Wissenschaftsforschung............... 172
11.2.3 Zur Erforschung von Gemeinschaft(en) ............... 173
12. ALS AUSBLICK: REFLEXION UND TRANSFORMATIONSWISSEN............... 177
12.1 SELBSTEVALUATION:WAS KONNTE DAS FORSCHUNGSPROJEKT LEISTEN? ............... 177
12.2 TRANSFORMATIONSERFAHRUNGSWISSEN............... 179
ZUSAMMENFASSUNG............... ..... 182
ABSTRACT ............... 184