Erweiterte Suche

Gibt es eine familiale Heimat für Adoptierte?

Verortungsprozesse erwachsener Adoptierter

Adoptierte befinden sich zwischen zwei Familien, Herkunftssystem und Adoptivsystem. Sie streben nach Verbundenheit, einer familialen Heimat. Wie meistern sie diese Situation? Wie gestalten sie ihre Bewältigungsprozesse? Gibt es Bedingungen, wie  Adoptierte eine überdauernde familiale Heimat für sich erwirken können? Auf der Grundlage qualitativer psychologisch-sozialwissenschaftlicher Forschung werden mit der Grounded-Theory-Methodologie narrative Interviews erwachsener Adoptierter analysiert. Bewältigungsprozesse für Verbundenheit sind Verortungsprozesse, diese realisieren die Adoptierten in 3 Phasen. Das Kernstück der Prozesse ist die Verortungsarbeit, an deren Ende Adoptierte ihre Ergebnisse verinnerlichen. Sie erreichen als Resultat des Verortungsprozesses eine stimmige Verortung. Diese wandelt sich durch innere oder äußere Impulse, Adoptierte nehmen die Verortungsarbeit erneut auf. Es gibt keinen finalen Endpunkt der Verortungsarbeit, sie vollzieht sich als Bewältigungsprozess über die Lebensspanne.    

Titel: Gibt es eine familiale Heimat für Adoptierte?
Untertitel: Verortungsprozesse erwachsener Adoptierter
Verfasser: Rösner, Eva-Maria GND
Gutachter: Breuer, Franz
Organisation: FB 07: Psychologie und Sportwissenschaft
Dokumenttyp: Dissertation/Habilitation
Medientyp: Text
Erscheinungsdatum: 2015
Publikation in MIAMI: 30.01.2015
Datum der letzten Änderung: 27.07.2015
Schlagwörter: familiale Heimat; Bewältigungsprozess; Verortungsarbeit; Ergebnisse; Lebensspanne; Stimmige - Verortung - Unstimmige
Fachgebiete: Psychologie; Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie
Sprache: Deutsch
Format: PDF-Dokument
URN: urn:nbn:de:hbz:6-80369596774
Permalink: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:6-80369596774
Onlinezugriff:
Inhalt:
1 EINLEITUNG 11
1.1 Problemstellung 11
1.2 Anmerkungen zum vorliegenden Text 15
2 IM SPANNUNGSFELD VON FAMILIALEN, IDENTITÄREN UND BIOGRAPHISCHEN BEDINGUNGEN 18
2.1 Verortung als Beheimatung? 18
2.2 System Familie 20
2.2.1 Familie als soziale Institution und individuelles Beziehungsnetz 20
2.2.2 Familie im Spannungsfeld des gesellschaftlichen Wandels 22
2.2.3 Funktionen von Familie 23
2.2.4 Zwei Familiensysteme 25
2.3 Identität 28
2.3.1 Komponenten der Identität 29
2.3.2 Eigenschaftstheoretiker - Interaktionstheoretiker 31
2.3.3 Ich-Identität 33
2.3.4 Adoptierte und Identität 34
2.3.5 Identität und zwei Familiensysteme 36
2.4 Biographisches 38
2.4.1 Biographie als Rekonstruktion 40
2.4.2 Individuelle und gesellschaftliche Aspekte 42
2.4.3 Epochale und kommunikative Aspekte 42
2.4.4 Lebens-, Entwicklungslinien und Konstruktionen in der Biographie 43
2.5 Adoption 46
2.5.1 Adoptierte und Familiensysteme 46
2.5.2 Historischer Überblick zu Adoptionen 48
2.5.3 Adoptionen in Zahlen 50
2.5.4 Voraussetzungen für Adoptionsverfahren 51
2.5.5 Formen der Adoption 52
2.5.6 Adoption und gesetzlicher Schutz 53
2.6 Zusammenfassung 53
3 HERANGEHENSWEISE UND DATENERMITTLUNG IM FORSCHUNGSPROZESS 56
3.1 Methodische Herangehensweise 56
3.1.1 Grundlagen qualitativer Sozialforschung 56
3.1.2 Wahl der Forschungsmethode 57
3.1.3 Grounded-Theory-Methodologie 58
3.1.4 Selbst-Reflexivität 60
3.2 Forschungsprozess 63
3.2.1 Forschungsfragestellung 65
3.2.2 Datensammlung - Datenauswertung 65
3.2.3 Mein eigener Forschungsprozess 67
3.2.4 Protagonisten - Protagonistinnen meiner Forschungsarbeit 71
4 MODELLTEIL - VERORTUNGSPROZESSE ADOPTIERTER 96
4.1 Kurzbeschreibung: Modell - Prozessverlauf 98
4.1.1 Familiale Selbstverortung 99
4.1.2 Verortungs-Verunsicherung 100
4.1.3 Verortungsarbeit 101
4.1.4 Stimmige - Verortung - Unstimmige 103
4.2 Kurzbeschreibung: Protagonistin - Prozessverlauf 104
4.2.1 Familiale Selbstverortung ändert sich 105
4.2.2 Verortungs-Verunsicherung 108
4.2.3 Verortungsarbeit führt zu stimmiger - Verortung - unstimmiger 111
4.2.4 Zusammenfassung 114
4.3 Verortungsarbeit 115
4.3.1 Aufarbeitung 1
4.3.1.1 Sondieren 119
4.3.1.2 Rekonstruieren 124
4.3.1.3 Inszenieren 129
4.3.2 Innere Verarbeitung 135
4.3.2.1 Reflektieren 136
4.3.2.2 Bewerten 140
4.3.2.3 Emotionale Exploration 146
4.3.3 Erdung 153
4.3.3.1 Geschehen-Lassen 154
4.3.3.2 Sich-Zufrieden-Geben 158
4.3.3.3 Klarheit- Sichern 163
4.4 Ergebnisse der Verortungsarbeit 165
4.4.1 Von Konsens und von Dissens geprägte Ergebnisse 166
4.4.2 Beispiel HELENE SCHÜTTLER: Von Konsens und von Dissens geprägte Ergebnisse 168
4.5 Stimmige - Verortung - Unstimmige 170
4.5.1 Beispiele stimmiger Verortung 172
4.5.2 Ein Verortungsprozess: RANJA NYMAN 176
4.6 Zusammenfassung: Verortungsprozesse 183
5 DISKUSSION 186
5.1 Im Spiegel der Literatur 186
5.1.1 Betroffen sein - Adoptierte 187
5.1.2 Betroffen sein - Elternsysteme 191
5.1.3 Parallelen und Abgrenzungen meiner Untersuchung 193
5.2 Offene Fragen 199
5.2.1 Leistungen des Modells 199
5.2.2 Grenzen des Modells 199
5.2.3 Forschungsperspektiven 200
5.2.4 Wünschenswertes 201
6 LITERATUR 203
7 ANHANG 221
7.1 Gespräche im Überblick 221
7.2 Zur Notation der Textstellen 222
7.3 Transkriptionsregeln 222
7.4 Auszüge aus dem Gedächtnisprotokoll des Gesprächs mit Silas Korus 224