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Heimat Europa / Rodzinna Europa?

Andrzej Stasiuk, Jurij Andruchovyč und die poetische Revision mitteleuropäischer Phantomgrenzen

Die vorliegende Dissertation befasst sich mit den Werken Andrzej Stasiuks und Jurij Andruchovycs. In diesen zeigen sich spezielle Europa- und Heimatvorstellungen. Als prominente Autoren der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts und des beginnenden 21. Jahrhunderts haben beide die seit dem 19. Jahrhundert existierende Tradition des Mitteleuropa-Diskurses aufgegriffen und um relevante Aspekte erweitert. Dabei ergeben sich zwischen den befreundeten Schriftstellern unterschiedliche Darstellungsformen in Bezug auf Europa und den darin verankerten Heimaten. Während sich Andrzej Stasiuks favorisierte Welt in den peripheren Regionen Ost- und Südosteuropas befindet, kann Jurij Andruchovycs Werk als ein Plädoyer für die Integration der (West-)Ukraine in Westeuropa verstanden werden. Die Analysen umfassen, neben der Klärung grundlegender Begrifflichkeiten, relevante Essays und Romane beider Autoren und - im Fall von Andrzej Stasiuk - zwei teilweise auch in deutschen Theatern aufgeführte Dramen.

Titel: Heimat Europa / Rodzinna Europa?
Untertitel: Andrzej Stasiuk, Jurij Andruchovyč und die poetische Revision mitteleuropäischer Phantomgrenzen
Verfasser: Cyris, Peter GND
Gutachter: Sproede, Alfred GND
Organisation: FB 09: Philologie
Dokumenttyp: Dissertation/Habilitation
Medientyp: Text
Erscheinungsdatum: 2015
Publikation in MIAMI: 30.09.2016
Datum der letzten Änderung: 21.10.2016
Schlagwörter: Mitteleuropa; mala ojczyzna; Geopoetik; Ortsbeschreibungen; Heimat; Andrzej Stasiuk
Fachgebiete: Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
Sprache: Deutsch
Format: PDF-Dokument
URN: urn:nbn:de:hbz:6-84259457424
Permalink: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:6-84259457424
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Inhalt:
Teil I.
1. Zur Einführung ................................................................................. 6
2. Begriffliche und methodische Voraussetzungen ............................ 9
2.1. Die Debatte um Mitteleuropa [9]
2.2. Zum Heimatbegriff [15]
2.3. Polen und die Ukraine ―Nation als Resultat kulturgeschichtlicher
Prozesse [23]
2.4. Geopoetik ― ein neuartiges europäisches Phänomen [32]
3. Der Buchmarkt in Osteuropa. Entwicklungen in Polen und
der Ukraine seit dem Fall des Eisernen Vorhangs ....................... 38
3.1. Das Buch als Wirtschaftsfaktor [38]
3.2. Literatur-Rezeption in Polen und der Ukraine nach 1989 [42]
3.3. Der Verlag Czarne in Polen [49]
4. Zu den ausgewählten Autoren ....................................................... 50
Teil II.
5. Andrzej Stasiuks Europabild ......................................................... 53
5.1. Einblicke in die Deutsche Republik ― Dojczland [53]
5.2. Oppositionelle Gruppen als Symbol der Machtverhältnisse zwischen
West und Ost ― Stasiuks Versuch einer Momentaufnahme [67]
5.3. Noc ― das Verhältnis zwischen Polen und dem Westen [73]
5.4. Südosteuropa ― Erfahrung durch Reise: Fado [82]
5.5. Dukla: Ort an der Peripherie und Endpunkt [97]
5.6. Opowieści galicyjskie [114]
5.7. Der Essay-Band Mein Europa [131]
Teil III.
6. Jurij Andruchovyč zwischen Europavision und
heimatlichem Status Quo .............................................................. 143
6.1. Ukrainisch-polnische Verhältnisse [143]
6.2. Ortsbeschreibungen in Das letzte Territorium [160]
6.3. Andruchovyčs Tajemnycja ― Biographie und Europabeschreibung
der 1970er Jahre [168]
6.4. Die Ukraine nach der Wende ― die Darstellung von Transformationsprozessen
in Rekreacji und Dvanacjat’ obručiv [180]
6.5. Europäische Erinnerungskultur in Andruchovyčs Beitrag zum Band
Mein Europa [197]
7. Abschluss ........................................................................................ 203
8. Literaturverzeichnis ...................................................................... 208