Rap über Hass? Der Hass, das Politische und die Wut im deutschsprachigen Rap

Durch das neuste Album von K.I.Z Rap über Hass (2021) wird nicht nur innerhalb des HipHops vermehrt über Hass im Rap diskutiert, sondern auch in den Feuilletonteilen überregionaler deutschsprachiger Zeitungen. Dabei stellt sich die Frage, ob dieser Hass neu ist und welche Funktion er einnimmt. Und i...

Author: Podulski, Henning
Document types:Article
Media types:Text
Publication date:2021
Date of publication on miami:01.12.2021
Modification date:22.11.2022
Source:Textpraxis, 19 (2021) 2, Sonderausgabe 5
Publisher: Graduate School Practices of Literature
Edition statement:[Electronic ed.]
DDC Subject:800: Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
License:CC BY 4.0
Language:German
Format:PDF document
URN:urn:nbn:de:hbz:6-36029759915
Other Identifiers:DOI: 10.17879/36029759547
Permalink:https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-36029759915
Digital documents:textpraxis_2021_s5_podulski.pdf

Durch das neuste Album von K.I.Z Rap über Hass (2021) wird nicht nur innerhalb des HipHops vermehrt über Hass im Rap diskutiert, sondern auch in den Feuilletonteilen überregionaler deutschsprachiger Zeitungen. Dabei stellt sich die Frage, ob dieser Hass neu ist und welche Funktion er einnimmt. Und ist das, was im Rap als Hass bezeichnet und produktiv gemacht wird, überhaupt Hass oder viel eher Wut? Um diesen Fragen nachzugehen, wird untersucht, woher der Rap stammt, wieso dieser genuin politisch ist und welcher Zusammenhang zwischen dem Rap, dem Politischen und dem Hass überhaupt besteht. Anhand einiger deutschsprachiger Rap-Songs wird dargestellt, dass Hass als existenzielles Gefühl unter anderem eine grenzüberschreitende Wirkung hat und damit beispielsweise affirmativ, zur Lenkung von Aufmerksamkeit und zur Abgrenzung genutzt werden kann.