Beiträge zur Geschichte des Arbeiter-Samariter-Bundes von seiner Gründung (1888) bis zu seinem Verbot (1933)

Die rasante Industrialisierung Deutschlands Ende des 19. Jahrhunderts ließen erhebliche Lücken in der Erste-Hilfe-Versorgung Verunglückter entstehen. Bauhandwerker gründeten in Verbindung mit der erstarkenden politischen Arbeiterbewegung eine proletarische Rettungshilfegruppe, die sich über die Gren...

Author: Hawerkamp, Hartwig
Further contributors: Kröner, Hans-Peter (Thesis advisor)
Division/Institute:FB 05: Medizinische Fakultät
Document types:Doctoral thesis
Media types:Text
Publication date:2012
Date of publication on miami:30.07.2012
Modification date:07.06.2016
Series:Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster / Reihe V, Bd. 4
Edition statement:[Electronic ed.]
Subjects:Proletarischer Gesundheitsdienst; Arbeiter-Samariter-Bund; Erste-Hilfe-Organisation; Arbeiterkulturorganisationen; DRK; Sozialdemokratie
DDC Subject:610: Medizin und Gesundheit
License:InC 1.0
Language:German
Notes:Auch im Buchhandel erhältlich: Beiträge zur Geschichte des Arbeiter-Samariter-Bundes von seiner Gründung (1888) bis zu seinem Verbot (1933) / von Hartwig Hawerkamp. - Münster : Monsenstein und Vannerdat, 2012. - 338 S. (Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster : Reihe V ; Bd. 4), ISBN 978-3-8405-0070-1, Preis: 19,00 EUR
Format:PDF document
ISBN:978-3-8405-0070-1
URN:urn:nbn:de:hbz:6-39389500393
Permalink:https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-39389500393
Digital documents:diss_hawerkamp_buchblock.pdf

Die rasante Industrialisierung Deutschlands Ende des 19. Jahrhunderts ließen erhebliche Lücken in der Erste-Hilfe-Versorgung Verunglückter entstehen. Bauhandwerker gründeten in Verbindung mit der erstarkenden politischen Arbeiterbewegung eine proletarische Rettungshilfegruppe, die sich über die Grenzen Berlins hinaus rasch ausbreitete. Die Spaltung der Nachkriegs-Sozialdemokratie in eine reformistische und revolutionäre Ausrichtung wirkte sich ebenfalls erheblich auf die Arbeiter-Samariter-Bewegung der Weimarer Zeit aus. Der durch die ASB-Bundesleitung aufoktroyierte Konkurrenzdruck gegenüber dem staatlich und militärisch protegierten DRK favorisierte die Hinwendung zur reformistisch-staatsbejahenden Strömung in der Hoffnung auf Gleichbehandlung durch die behördlichen Institutionen. 1933 fiel der ASB dem Verbot „marxistischer Organisationen“ zum Opfer, politisch aktive Mitglieder wurden verfolgt. Das Bundeseigentum wurde dem DRK, den SA- oder SS-Sanitätseinheiten zugeschlagen.