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Erregerspektrum, Resistenzmuster und kalkulierte Initialtherapie bei bakteriellen Infektionen am Albert-Schweitzer-Hospital in Lambaréné

Steigende Antibiotikaresistenzen stellen ressourcenarme und tropische Länder vor Herausforderungen. Um für Lambaréné in Gabun (Zentralafrika) eine evidenzbasierte Grundlage zur Antibiotikatherapie zu schaffen, wurden retrospektiv mikrobiologische Befunde von 2009 bis 2012 von Blutstrom-, Haut-, Weichgewebe-, Harnwegs-, Ohr- und Wundinfektionen am Albert-Schweitzer-Krankenhaus analysiert. Das Erregerspektrum war meist heterogen. Jedoch war in mit Haut- und Weichgewebe assoziierten Infektionen der häufigste Erreger Staphylococcus aureus. Hierunter waren 4 % (n = 13) methicillinresistent. Der Anteil von ESBL-produzierenden Stämmen an allen isolierten Enterobacteriaceae war 13 % (n = 87). Die höchste ESBL-Rate war unter Isolaten der Blutkulturen (27 %, n = 39). Die hohe Diversität an Pathogenen und die hohen Resistenzraten insbesondere bei gramnegativen Bakterien erschweren die kalkulierte Antibiotikatherapie. Eine kontinuierliche landesweite ist Überwachung dringend notwendig.

Titel: Erregerspektrum, Resistenzmuster und kalkulierte Initialtherapie bei bakteriellen Infektionen am Albert-Schweitzer-Hospital in Lambaréné
Verfasser: Frielinghaus, Lisa GND
Gutachter: Kahl, Barbara GND
Organisation: FB 05: Medizinische Fakultät
Dokumenttyp: Dissertation/Habilitation
Medientyp: Text
Erscheinungsdatum: 2015
Publikation in MIAMI: 17.07.2015
Datum der letzten Änderung: 17.07.2015
Schlagwörter: Subsahara-Afrika; Bakterielle Infektionen; Erregerspektrum; Antibiotikaresistenzen; Kalkulierte Initialtherapie; ESBL
Fachgebiete: Medizin und Gesundheit
Sprache: Deutsch
Format: PDF-Dokument
URN: urn:nbn:de:hbz:6-09209745560
Permalink: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:6-09209745560
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Inhalt:
1 Einleitung 1
1.1 Bedeutung von bakteriellen Infektionen und der Gesundheitszustand
in ressourcenarmen L¨andern wie Gabun . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
1.2 Zur aktuellen Resistenzlage in Subsahara-Afrika . . . . . . . . . . . . 5
1.3 Entwicklung der Resistenzlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
1.4 Bedeutung der Kenntnis ¨uber das erwartete Erregerspektrum und
kalkulierte Initialtherapie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
2 Material und Methoden 12
2.1 Das Albert-Schweitzer-Hospital . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
2.2 Mikrobiologische Diagnostik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
2.3 Großger¨ate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
2.4 Kultivierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
2.5 Isolation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
2.6 Nachweisverfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
2.6.1 Gramf¨arbung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
2.6.2 Identifizierung von Enterobacteriaceae . . . . . . . . . . . . . 18
2.6.3 Identifizierung von Pseudomonadaceae . . . . . . . . . . . . . 19
2.6.4 Identifizierung von Haemophilus sp. . . . . . . . . . . . . . . . 20
2.6.5 Identifizierung von Neisseria sp. und Moraxella catarrhalis . . 21
2.6.6 Identifizierung von Streptokokken und Enterokokken . . . . . 22
2.6.7 Identifizierung von Staphylokokken . . . . . . . . . . . . . . . 24
2.6.8 Exklusion von Kommensalen und Kontaminanten . . . . . . . 25
2.7 Resistenztestung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
2.7.1 Diffusionstest nach Kirby-Bauer . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
2.7.2 Antibiotikaauswahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
2.8 Auswertung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
2.9 Datenverarbeitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
3 Ergebnisse 30
3.1 Probengr¨oße . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
3.2 Probenart . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
3.3 Demographische Charakteristika . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
3.4 Probenh¨aufigkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
3.5 Infektionsh¨aufigkeiten und Resistenzmuster . . . . . . . . . . . . . . . 34
3.5.1 P¨adiatrie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
3.5.2 Forschungslabor (CERMEL) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
3.5.3 Chirurgie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
3.5.4 Innere Medizin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
3.5.5 Ambulanz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
3.6 MRSA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
3.7 ESBL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
4 Diskussion 49
4.1 Bewertung der Resistenzlage am Albert-Schweitzer-Hospital . . . . . 49
4.1.1 Bewertung der Resistenzlage in der P¨adiatrie . . . . . . . . . . 49
4.1.2 Bewertung der Resistenzlage im Forschungslabor (CERMEL) . 56
4.1.3 Bewertung der Resistenzlage in der Chirurgie . . . . . . . . . 59
4.1.4 Bewertung der Resistenzlage in der Inneren Medizin . . . . . . 62
4.1.5 ESBL-produzierende K. pneumoniae und E. coli . . . . . . . . 63
4.1.6 S. aureus als ein Haupterreger von Hautinfektionen . . . . . . 68
4.1.7 Gegen¨uberstellung der Antibiotikatherapie in der P¨adiatrie
mit den Ergebnissen dieser Arbeit . . . . . . . . . . . . . . . . 70
4.2 Grenzen der Arbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72
4.2.1 Genauigkeit, Vergleichbarkeit und Reliabilit¨at der Ergebnisse . 72
4.2.2 Einzugsgebiet des Albert-Schweitzer-Hospitals . . . . . . . . . 74
4.3 Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74
5 Tabellenverzeichnis 76
6 Abk¨urzungsverzeichnis 84
7 Literaturverzeichnis 86