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Der Nutzen psychologisch-klassifikatorischer Diagnoseinstrumente in Frühen Hilfen

Frühe Hilfen sind in der Kinder- und Jugendhilfe bereits seit einigen Jahren diskutierte präventive Unterstützungssysteme für Familien. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, inwiefern psychologisch geprägte klassifikatorische Diagnoseinstrumente ein angemessenes und nützliches Verfahren für die Fallkonstitution in Frühen Hilfen darstellt. Dies wird durch einen empirischen Vergleich von klassifikatorischen Fachkräftediagnosen mit den Selbsteinschätzungen der betroffenen Hilfeempfänger untersucht. Zudem werden die gewährten Hilfen im Hinblick auf ihre Passung zu den jeweiligen Einschätzergebnissen geprüft. Die Arbeit zeigt einige Lücken im fachlichen Diskurs und in der praktischen Umsetzung von Frühen Hilfen auf. Gerade die bislang weitgehend unkritisch vollzogene Vereinnahmung der genuin sozialpädagogischen Praxis Früher Hilfen durch expertenorientierte psychologisch inspirierte Diagnosemodelle wird in aller Konsequenz und in Anbetracht ihrer möglichen Folgen reflektiert.

Titel: Der Nutzen psychologisch-klassifikatorischer Diagnoseinstrumente in Frühen Hilfen
Verfasser: Bastian, Pascal GND
Gutachter: Böttcher, Wolfgang
Organisation: FB 06: Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften
Dokumenttyp: Dissertation/Habilitation
Medientyp: Text
Erscheinungsdatum: 2011
Publikation in MIAMI: 06.02.2011
Datum der letzten Änderung: 07.06.2016
Reihe Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster / Reihe VI ; 7
Schlagwörter: Frühe Hilfen; Sozialpädagogische Diagnose; Familienhilfe; Risikoscreening; Prävention
Fachgebiete: Bildung und Erziehung
Sprache: Deutsch
Anmerkungen: Auch im Buchhandel erhältlich: Der Nutzen psychologischklassifikatorischer Diagnoseinstrumente in Frühen Hilfen / von Pascal Bastian. - Münster : Monsenstein und Vannerdat, 2011. - 291 S. (Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster : Reihe VI ; Bd. 7), ISBN 978-3-8405-0038-1, Preis:17,00 EUR
Format: PDF-Dokument
ISBN: 978-3-8405-0038-1
URN: urn:nbn:de:hbz:6-45429508237
Permalink: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:6-45429508237
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Inhalt:
Einleitung ............................................................................................. 8
1. Gründe und Bedarfe für Frühe Hilfen ........................................... 17
1.1 Bedarfsspezifische Gründe für Frühe Hilfen .................................... 19
1.1.1 Allgemeine Bedarfslagen für Frühe Hilfen: Familiäre und gesellschaftliche
Herausforderungen in der Kindererziehung .............................................. 24
1.1.2 Spezifische Bedarfslagen für Frühe Hilfen: Überforderung von Eltern und
Risiken für Kinder ..................................................................................... 35
1.2 Organisationsspezifische Gründe für Frühe Hilfen .......................... 43
2. Frühe Hilfen: Theoretischer Hintergrund, Forschung und Praxis .. 48
2.1 Hintergrund und Entwicklung der Idee „Frühe Hilfen und Soziale
Frühwarnsysteme” .......................................................................... 48
2.2 Zur Definition Früher Hilfen ......................................................... 55
2.3 Frühzeitigkeit und Prävention als Kennzeichen Früher Hilfe-
Konzepte ........................................................................................ 58
2.4 Formen Früher Hilfeleistungen – Einblicke in die praktische
Umsetzung ..................................................................................... 67
2.5 Erzieherische Kompetenzen als Ziele Früher Hilfen ........................ 70
2.6 Überblick bisheriger internationaler und nationaler Forschungen zu
Frühen Hilfen ................................................................................ 75
2.7 Zusammenfassung und Zwischenresümee ....................................... 81
3. Diagnostik in der Sozialen Arbeit und in Frühen Hilfen – ein
Überblick ...................................................................................... 86
3.1 Diagnose – eine Begriffsbestimmung .............................................. 88
3.2 Zur Bedeutung sozialpädagogischer Diagnostik .............................. 90
3.3 Sozialpädagogische Diagnosen – theoretischer Diskurs und Kritik .. 93
3.4 Diagnostische Verfahren in der Sozialen Arbeit ............................. 101
3.4.1 Das biografisch rekonstruktive Fallverstehen nach Klaus Mollenhauer und
Uwe Uhlendorff ...................................................................................... 103
3.4.2 Multiperspektivische Fallarbeit nach Burkhard Müller ............................ 105
3.4.3 Strukturiertes kollegiales Fallverstehen nach Christian Schrapper, Monika
Thiesmeier und Sabine Ader ................................................................... 108
3.4.4 Psychosoziale Diagnostik nach Viola Harnach ........................................ 110
3.5 Die Bedeutung klassifikatorischer Verfahren des Risikoscreenings im
Kinderschutz und in Frühen Hilfen .............................................. 112
4. Zwischenresümee zur Diagnostik in Frühen Hilfen und die
Entwicklung der Fragestellung .................................................... 119
4.1 Fünf Thesen zu einer sozialpädagogischen Diagnostik in Frühen
Hilfen ........................................................................................... 121
4.2 Formulierung der relevanten Untersuchungsfragen ....................... 124
5. Methodisches Vorgehen .............................................................. 128
5.1 Überblick ...................................................................................... 128
5.2 Besonderheiten des Untersuchungsdesigns in Abgrenzung zur
Ausgangsstudie ............................................................................. 131
5.2.1 Programme und Programmevaluation – Grundlagen und Charakteristika
.............................................................................................................. 131
5.2.2 Einordnung der Ausgangsstudie in das Paradigma von Evaluation .......... 137
5.2.3 Besonderheiten der vorliegenden Studie .................................................. 142
5.3 Vorgehen, Erhebung und Stichprobe ............................................ 143
5.4 Darstellung der verwendeten Skalen ............................................. 145
5.4.1 Elterliche Kompetenzüberzeugung (von Eltern mit unter dreijährigen
Kindern) ................................................................................................. 146
5.4.2 Einstellungen der Mütter zu den Kindern ............................................... 149
5.4.3 Einschätzung der Fachkräfte zum Erstgespräch ....................................... 150
5.4.4 Risikoscreening der Fachkräfte zum Hilfebeginn (Glinder Manual) ........ 152
5.5 Methoden der Untersuchung ........................................................ 154
5.5.1 Grundüberlegungen zum methodischen Vorgehen ................................. 154
5.5.2 Clusteranalyse zur Identifizierung von Adressatengruppen ...................... 155
6. Darstellung der Ergebnisse aus dem Vergleich der
Fachkräfteeinschätzung und der elterlichen Selbsteinschätzung ... 160
6.1 Ergebnisse der Hauptkomponentenanalyse zur Elternbefragung ... 160
6.1.1 Parentale Kompetenzüberzeugung .......................................................... 160
6.1.2 Einstellung von Müttern mit Kindern im Kleinkindalter ........................ 162
6.2 Ergebnisse der Clusteranalyse zur Elternbefragung ........................ 165
6.2.1 Stabilität und Validität der Clusterlösung ............................................... 166
6.2.2 Beschreibung der Cluster ........................................................................ 168
6.3 Ergebnisse der Hauptkomponentenanalyse zur
Fachkräfteeinschätzung ................................................................ 171
6.3.1 Hauptkomponentenanalyse der Skala ‚Erstgespräch’ ............................... 172
6.3.2 Kurzbeschreibung der Faktoren zum Erstgespräch .................................. 173
6.3.3 Verteilung der Belastungen auf die Stichprobe ........................................ 175
6.3.4 Hauptkomponentenanalyse der Skala ‚Hilfebeginn’ ................................ 176
6.3.5 Kurzbeschreibung der Faktoren zum Hilfebeginn ................................... 178
6.3.6 Verteilung der Belastungen auf die Stichprobe ........................................ 180
6.4 Vergleich der Einschätzskalen ‚Erstgespräch’ und ‚Hilfebeginn’ .... 181
6.5 Ergebnisse der Clusteranalyse zur Fachkräfteeinschätzung ............. 185
6.5.1 Cluster der Einschätzung im Erstgespräch ............................................... 185
6.5.2 Stabilitäts- und Validitätsprüfung der Cluster im Erstgespräch ................ 186
6.5.3 Cluster der Risikoeinschätzung im Hilfebeginn ....................................... 187
6.5.4 Stabilitäts- und Validitätsprüfung der Cluster im Hilfebeginn ................. 187
6.5.5 Beschreibung der Cluster ........................................................................ 187
6.6 Vergleiche zwischen den Einschätzungen ...................................... 192
6.6.1 Vergleich der Clusterzugehörigkeiten zwischen Erstgespräch und
Hilfebeginn ............................................................................................. 193
6.6.2 Vergleich der Clusterzugehörigkeiten zwischen der Selbsteinschätzung der
Eltern und der Fachkräfteeinschätzung .................................................... 194
6.6.3 Zwischenfazit zum Vergleich der Selbsteinschätzung der Eltern und der
Fachkräfteeinschätzung ........................................................................... 200
6.7 Hilfeentscheidungen in Frühen Hilfen .......................................... 203
7. Zusammenfassung der Ergebnisse ................................................ 212
7.1 Vergleich der Ergebnisse des Fachkräftescreenings mit den
Selbsteinschätzungen der Adressaten ............................................. 213
7.2 Untersuchung der Zusammenhänge zwischen den
Hilfeentscheidungen und den Ergebnissen der verschiedenen
Einschätzungen ............................................................................ 216
7.3 Fazit .............................................................................................. 218
8. Methodische Reflexion ................................................................ 220
9. Diskussion, inhaltliche Reflexion und Ausblick ........................... 225
10.Schlussbemerkung ....................................................................... 234
Literatur ........................................................................................... 235
Danksagung ...................................................................................... 257