Charakterisierung der Funktion des Chemokinrezeptors CCR2 bei der Aktivierung von Makrophagen in peripheren Nerven von Myelinprotein Null (P0) Mutanten

Hereditäre Neuropathien sind chronische Erkrankungen des PNS, deren Ursache u.a. auf einen Gendefekt im Myelinprotein Null (P0) zurückzuführen ist. In P0-defizienten Mäusen zeigt sich eine erhöhte Anzahl endoneuraler Makrophagen und T-Zellen, die durch die Chemokinexpression myelinbildender Schwann-...

Author: Oberländer, Martina
Further contributors: Bähler, Martin (Thesis advisor)
Division/Institute:FB 13: Biologie
Document types:Doctoral thesis
Media types:Text
Publication date:2009
Date of publication on miami:12.01.2010
Modification date:02.05.2016
Edition statement:[Electronic ed.]
Subjects:hereditäre Neuropathien; CMT; Myelinprotein Null; CCR2; Makrophagen
DDC Subject:570: Biowissenschaften; Biologie
License:InC 1.0
Language:German
Format:PDF document
URN:urn:nbn:de:hbz:6-59419597976
Permalink:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-59419597976
Digital documents:diss_oberlaender.pdf

Hereditäre Neuropathien sind chronische Erkrankungen des PNS, deren Ursache u.a. auf einen Gendefekt im Myelinprotein Null (P0) zurückzuführen ist. In P0-defizienten Mäusen zeigt sich eine erhöhte Anzahl endoneuraler Makrophagen und T-Zellen, die durch die Chemokinexpression myelinbildender Schwann-Zellen aktiviert werden können und einen erheblichen Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben. Ein möglicher Faktor für die Aktivierung und Rekrutierung von Immunzellen ist der Chemokinrezeptor CCR2. Ergebnisse dieser Arbeit konnten zeigen, dass CCR2 in P0+/- Mäusen keinen Einfluss auf die intrinsische Generierung endoneuralen Makrophagen hat, deren Aktivierung jedoch durch die Induktion einer anti-inflammatorischen Immunantwort vermindert und dadurch eine Verschlechterung der demyelinisierenden Nervenpathologie begrenzt. In P0-/- Mäusen ist CCR2 dagegen wichtig für die endoneurale Akkumulation hämatogener Makrophagen, jedoch ohne funktionelle Konsequenz für den axonalen Schaden.