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Ich hatt’ einen Kameraden

Die Kameradschaft der 16. Panzer- und Infanterie-Division

Ein Blick auf die Helden und Außenseiter der Gesellschaft kann die „zweite Geschichte des Nationalsozialismus“ (Peter Reichel) erhellen: Wie ging die Gesellschaft nach 1945 mit den ehemaligen Helden und Ausgegrenzten der NS-Zeit um? Wer wurde wann von wem und warum zu einem neuen Helden erklärt oder zum Außenseiter abgestempelt? Wer verhielt sich aus heutiger Sicht heldenhaft, galt den Zeitgenossen aber überhaupt nicht so? Und wer fand sich auf einmal am Rand der Gesellschaft wieder? Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine Gruppe von zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Studiums im Alter an der Westfälischen Wilhelms-Universität vom Wintersemester 2015/16 bis zum Sommersemester 2017. Selbstständig haben die Studierenden zwei Jahre lang jeweils einzelne Aspekte dieser Thematik in Archiven, Bibliotheken und mit Hilfe von Zeitzeugeninterviews untersucht. Die Bandbreite der untersuchten Themen reicht hierbei vom Umgang mit Überlebenden der Shoa und der Entstehung von lokalen Erinnerungskulturen über die gesellschaftliche Stellung der von den Nazis als „Helden“ verehrten Soldaten in der Bundesrepublik bis hin zur Analyse von Entnazifizierungs-prozessen und Neuanfängen in Kommunalpolitik und Vereinswesen nach 1945. So gelingt den Studierenden ein spannender Blick auf die Nachkriegszeit insgesamt. Gemeinsam ermöglichen die Arbeiten erste Antworten auf die Frage, wie der politische Wertewandel von nationalsozialistischer Diktatur zur freiheitlichen Demokratie in den Köpfen der Deutschen gelingen konnte.

Titel: Ich hatt’ einen Kameraden
Untertitel: Die Kameradschaft der 16. Panzer- und Infanterie-Division
Verfasser: Goldemann, Sabeth
Dokumenttyp: Studienarbeit
Medientyp: Text
Erscheinungsdatum: 2017
Publikation in MIAMI: 12.01.2018
Datum der letzten Änderung: 15.01.2018
Reihe Helden und Außenseiter. Zur Geschichte des Nationalsozialismus in Westfalen nach 1945 ; 3
Schlagwörter: Geschichte; Westfalen; Nationalsozialismus; Bundesrepublik; Erinnerungskultur; Entnazifizierung; jüdische Geschichte; Soldaten; Kommunalpolitik; Studium im Alter
Fachgebiete: Geschichte Mitteleuropas; Deutschlands
Lizenz: CC BY 4.0
Sprache: Deutsch
Format: PDF-Dokument
URN: urn:nbn:de:hbz:6-89189688437
Permalink: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:6-89189688437
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Inhalt:
Inhalt
Vorbemerkung ..... 66
Abkürzungen ..... 66
I. Einleitung ..... 67
II. Helden, Außenseiter, Kameraden – Versuch einer Standortbestimmung ..... 68
III. Fragestellung und Quellen ..... 70
1. Die Geschichte der 16. Panzer- und Infanterie-Division ..... 72
2. Der Kameradschaftsbund der 16. Panzer- und Infanterie-Division ..... 75
2.1 Gründung ..... 75
2.2 Organisation und Aufbau ..... 76
2.3 Mitglieder ..... 77
2.4 Die Mitteilungsblätter ..... 78
2.5 Aufgaben der Kameradschaft ..... 79
2.6 Die Auflösung der Kameradschaft ..... 81
3. Selbstbild der Veteranen ..... 81
3.1 Der Fall Wippermann ..... 85
3.2 Erlebnisbericht Dörnemann ..... 88
3.2.2 Dörnemanns militärische Laufbahn ..... 88
3.2.3 Dörnemanns Gefangenschaft ..... 89
3.2.4 Dörnemanns Flucht in den Westen ..... 90
3.2.5 Dörnemanns Selbstbild ..... 92
4. Vom Helden zum Opfer – Vom Opfer zum Staatsbürger. Das Bild der Kameraden in der Öffentlichkeit ..... 105
4.1 Die Kameradschaftstreffen ..... 105
4.2 Die Divisionstreffen der 16. Panzer- und Infanterie-Division 1953 und 1961 in Münster ..... 107
4.3 Die “kleinen“ Treffen ..... 111
4.4 Das “Ehrenmal für die Gefallenen der 16. Panzer- und Infanterie-Division“ ..... 112
4.5 Die Volkstrauertage ..... 119
5. In gutem Einvernehmen: Verständigungsprozess zwischen Kameradschaft und Öffentlichkeit ..... 125
5.1 Die öffentliche Unterstützung der Veteranenverbände ..... 125
5.2 Wirkfaktoren ..... 130
5.2.1 Der verlorene Krieg ..... 130
5.2.2 Täter-Opfer-Umkehr ..... 136
5.2.3 Westbindung und kalter Krieg ..... 143
5.2.4 Überzeitliche Soldatentugenden und Militärische Traditionslinien ..... 149
5.2.5 Nachträgliche Fraternisierung/Völkerfreundschaft mit dem ehemaligen Feind ..... 159
5.2.6 Restaurierung des Männerbildes ..... 171
6. Schlussbemerkung ..... 185
7. Quellen- und Literaturverzeichnis ..... 188