Menschenrechte und Demokratie in den deutsch-türkischen Beziehungen : die Menschenrechtspolitik der Bundesrepublik Deutschland im Spannungsfeld der inneren und äußeren Sicherheit (1980 - 2002)

Der Militärputsch am 12. September 1980 hat sich auf die bilateralen Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Türkei stark ausgewirkt. Die Menschenrechtsproblematik und die Demokratisierung in der Türkei standen seitdem auf der Agenda der deutschen Türkeipolitik. Einen erheblichen...

Author: Ernst, Oliver
Further contributors: Kevenhörster, Paul (Thesis advisor)
Division/Institute:FB 06: Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften
Document types:Doctoral thesis
Media types:Text
Publication date:2002
Date of publication on miami:11.01.2011
Modification date:18.05.2016
Edition statement:[Electronic ed.]
Subjects:Türkei; Menschrechtspolitik; Kurdenfrage; Demokratisierung; Konditionalisierung; Entwicklungszusammenarbeit; Außenpolitik
DDC Subject:320: Politikwissenschaft
340: Recht
900: Geschichte
License:InC 1.0
Language:German
Format:PDF document
URN:urn:nbn:de:hbz:6-05459677246
Permalink:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-05459677246
Digital documents:diss_ernst.pdf

Der Militärputsch am 12. September 1980 hat sich auf die bilateralen Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Türkei stark ausgewirkt. Die Menschenrechtsproblematik und die Demokratisierung in der Türkei standen seitdem auf der Agenda der deutschen Türkeipolitik. Einen erheblichen Einfluss auf diese politische Entwicklung nahm das stark gestiegene Asylbewerberaufkommen und die Frage der inneren Sicherheit in Deutschland. Aufgrund der engen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern bestand eine gute Grundlage für eine intensive Diskussion der Wertefragen. Die deutsche Politik zielte dabei darauf ab, den wichtigen Bündnispartner im Demokratisierungsprozess zu unterstützen und innenpolitisch zu stabilisieren. Zudem bereitete die fortschreitende Demokratisierung in der Türkei den Boden für eine nationale Menschenrechtspolitik, die auf den innen- und außenpolitischen Druck zur Verbesserung der Lage der Menschenrechte reagierte.