Versari in re illicita : Rückgriff auf die Rechtsfigur einer Erfolgshaftung aufgrund unerlaubten Verhaltens im Vertragsrecht?

„versanti in re illicita imputantur omnia, quae ex delicto sequuntur“ – „Wer sich auf verbotenes Gebiet begibt, dem werden alle Folgen zugerechnet, die sich aus seinem unerlaubten Tun ergeben“. Im modernen zivilrechtlichen Schrifttum finden sich gelegentlich Hinweise, dass dieser Rechtssatz auch heu...

Author: Schmitz, Hannah Luisa
Further contributors: Lohsse, Sebastian (Thesis advisor)
Document types:Doctoral thesis
Media types:Text
Publication date:2020
Date of publication on miami:19.04.2021
Modification date:19.04.2021
Series:Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster / Reihe III, Bd. 44
Publisher: readbox unipress in der readbox publishing GmbH
Edition statement:[Electronic ed.]
Subjects:Zivilrecht; Erfolgshaftung; Zurechnung; Dogmengeschichte; Rechtsregel
DDC Subject:340: Recht
900: Geschichte
License:CC BY-SA 4.0
Language:German
Thesis statement:Münster (Westfalen), Univ., Diss., 2019
Notes:Auch im Buchhandel erhältlich: Versari in re illicita : Rückgriff auf die Rechtsfigur einer Erfolgshaftung aufgrund unerlaubten Verhaltens im Vertragsrecht? / Hannah Luisa Schmitz. – Dortmund : readbox unipress, 2020. – XXVI, 170 S. (Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster : Reihe III ; Bd. 44), ISBN 978-3-8405-0222-4, Preis: 19,90 EUR
Format:PDF document
ISBN:978-3-8405-0222-4
URN:urn:nbn:de:hbz:6-12139534429
Permalink:https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-12139534429
Digital documents:diss_schmitz_buchblock.pdf

„versanti in re illicita imputantur omnia, quae ex delicto sequuntur“ – „Wer sich auf verbotenes Gebiet begibt, dem werden alle Folgen zugerechnet, die sich aus seinem unerlaubten Tun ergeben“. Im modernen zivilrechtlichen Schrifttum finden sich gelegentlich Hinweise, dass dieser Rechtssatz auch heute noch geltendes Recht ist. Die mit der Kurzformel versari in re illicita umschriebene Lehre wird aus moderner Sicht als eine Haftung für alle Folgen eines unerlaubten Verhaltens verstanden. Für die kanonistische Strafrechtslehre des 12. und 13. Jahrhunderts ist die Anwendung der Rechtsregel belegt. Die Kanonisten entwickeln die Lehre vom versari in re illcita als Prinzip der Zurechnung von zufällig verursachten Tötungen. Die Untersuchung widmet sich der Frage, wann Juristen im Vertragsrecht auf die Rechtsfigur des versari in re illicita zurückgreifen und zeichnet die Diskurslinien vom Römischen Recht bis zur Entstehung des Bürgerlichen Gesetzbuchs 1900 nach.