Verantwortung als Duft-Marke - Schadensbegrenzung durch Dialog-Inszenierung : Dargestellt am Beispiel der Imagekampagnen der chemisch-pharmazeutischen Industrie (1987-2003). Eine Inhaltsanalyse

Während Tausende von toten Fischen nach der Sandoz-Katastrophe im November 1986 den Rhein hinuntertrieben, machte der Verband der Chemischen Industrie in einer hierzulande veröffentlichten Anzeige darauf aufmerksam, dass Chemie in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung – und damit politisch – handel...

Author: Peter, Christian M.
Further contributors: Westerbarkey, Joachim (Thesis advisor)
Division/Institute:FB 06: Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften
Document types:Doctoral thesis
Media types:Text
Publication date:2004
Date of publication on miami:09.08.2006
Modification date:02.03.2016
Edition statement:[Electronic ed.]
Subjects:Public Relations; Risikokommunikation; Image; Marke; Verantwortung; Dialog; Reputation
DDC Subject:300: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie
License:InC 1.0
Language:German
Format:PDF document
URN:urn:nbn:de:hbz:6-01679458288
Permalink:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-01679458288
Digital documents:diss_peter.pdf

Während Tausende von toten Fischen nach der Sandoz-Katastrophe im November 1986 den Rhein hinuntertrieben, machte der Verband der Chemischen Industrie in einer hierzulande veröffentlichten Anzeige darauf aufmerksam, dass Chemie in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung – und damit politisch – handele. Ein Anspruch, den seitdem viele Chemie- und Pharmaorganisationen auf ihre Fahnen schreiben. Vor diesem Hintergrund wollen die Akteure mit ihrem Publikum über die Chancen und Risiken ihrer Ziele diskutieren. Ein Angebot, das nicht hält, was es verspricht, und sich als strategische Leitlinie ihrer Gesundheitskommunikation und Reputationspflege entpuppt. Gesellschaftliche Wertevorstellungen werden instrumentalisiert, um eigene Interessen zu legitimieren. Dialog enthüllt sich dabei als Monolog. Diesen Ansatz verfolgt die vom Land NRW geförderte Studie „Verantwortung als Duft-Marke“ bei der Analyse derer Imagekampagnen, die von 1987 bis Ende 2003 in deutschen Printmedien geschaltet wurden.