Zwischen Macht und Ausgleich : zur Rolle der permanenten Präsidentschaft des Europäischen Rates im Verfassungsentwurf

Der Europäische Konvent hat eine Verfassung für Europa entworfen, um die künftige Europäische Union (EU) effektiver und demokratischer zu gestalten. In dieser Verfassung ist eine neue Institution verankert: die permanente Präsidentschaft des Europäischen Rates. Diese Präsidentschaft soll zur Effizie...

Author: Kasanen, Anna-Maija
Further contributors: Woyke, Wichard (Thesis advisor)
Division/Institute:FB 06: Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften
Document types:Doctoral thesis
Media types:Text
Publication date:2006
Date of publication on miami:30.05.2007
Modification date:21.03.2016
Edition statement:[Electronic ed.]
Subjects:Europäische Union; Verfassung; Präsidentschaft des Europäischen Rates; Europäischer Rat; politische Legitimität; Institutionalismus; vergleichende Regierungslehre
DDC Subject:320: Politikwissenschaft
License:InC 1.0
Language:German
Format:PDF document
URN:urn:nbn:de:hbz:6-58579458706
Permalink:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-58579458706
Digital documents:diss_kasanen.pdf

Der Europäische Konvent hat eine Verfassung für Europa entworfen, um die künftige Europäische Union (EU) effektiver und demokratischer zu gestalten. In dieser Verfassung ist eine neue Institution verankert: die permanente Präsidentschaft des Europäischen Rates. Diese Präsidentschaft soll zur Effizienz der Entscheidungs-findung und zur Handlungsfähigkeit der Union beitragen. Die permanente Präsidentschaft wirft jedoch zahlreiche, noch unbeantwortete, Fragen auf. Aufgrund der nicht genau definierten Kompetenzen der Präsidentschaft ist die politische Legitimität dieser Institution in Frage gestellt. Über welche Kompetenzen wird die permanente Präsidentschaft des Europäischen Rates verfügen? Wie wird die Präsidentschaft das Entscheidungsfindungssystem der EU beeinflussen? Und: Was bedeutet das für die Politik und die politische Legitimität der EU? Die Dissertation verbindet die normative politische Theorie mit Ansätzen des Institutionalismus und der vergleichenden Regierungslehre.

With the object to make the European Union (EU) more effective and democratic the European Convention drafted a Constitutional Treaty (CT). In this treaty, a new institution, the permanent presidency for the European Council, was established. It is expected that the presidency will contribute to a more effective decision-making and to improved workability of the EU. However, this new institution raises a number of questions, which have not been answered yet. Also the political legitimacy – due to the uncertain competencies of the presidency – is called into doubt. Which powers will this presidency potentially possess in the decision-making system of the EU? How will the political constellation and the decision-making system of the EU be influenced by the presidency? And: What does this mean for the policy and for the political legitimacy of the EU? The dissertation combines the normative political theory with approaches of institutional and comparative politics.