Gehörlose im Zivilrecht : Plädoyer für eine Abschaffung von § 828 Abs. 2 S. 2 BGB

Nach § 828 Abs. 2 Satz 2 BGB stehen Gehörlose auf einer Stufe mit Minderjährigen. Diese Gleichsetzung, die auf bestimmten historischen Fehlurteilen beruht, bedarf dringend einer Revision. In diesem Beitrag werden die historischen Wurzeln der Regelung offengelegt und dem aktuellen Stand der Gehörlose...

Author: Hoeren, Thomas
Division/Institute:FB 03: Rechtswissenschaftliche Fakultät
Document types:Article
Media types:Text
Publication date:1999
Date of publication on miami:25.11.2003
Modification date:16.10.2014
Edition statement:[Electronic ed.]
Source:Juristenzeitung 94 (1999) 13, 653 - 655
Subjects:Gehörlose; § 828 BGB; Deliktsfähigkeit; Deliktsrecht; taubstumm
DDC Subject:340: Recht
License:InC 1.0
Language:German
Format:PDF document
ISSN:0022-6882
URN:urn:nbn:de:hbz:6-85659527730
Permalink:https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-85659527730
Digital documents:154_gehoerlose.pdf

Nach § 828 Abs. 2 Satz 2 BGB stehen Gehörlose auf einer Stufe mit Minderjährigen. Diese Gleichsetzung, die auf bestimmten historischen Fehlurteilen beruht, bedarf dringend einer Revision. In diesem Beitrag werden die historischen Wurzeln der Regelung offengelegt und dem aktuellen Stand der Gehörlosenforschung gegenübergestellt. Es zeigt sich dabei, dass § 828 Abs. 2 Satz 2 BGB nicht mehr zeitgemäß und daher aufzuheben ist.