Erweiterte Suche

Tonspuren

Eine medientheoretische Ästhetik der Musik

Schon immer hatte Klang für die Menschen Bedeutung, doch im 21. Jahrhundert sind Klänge und Musik in unserer Kultur präsenter und vielfältiger denn je. Sind anfangs der Laut der Stimme und Naturmaterialien Fundus für ästhetisches Spiel mit Klang und für musikalische Kommunikation, so kreieren wir heute mit Hilfe technischer Apparate und binärer Zahlencodes jeden hör- und denkbaren TON. Ausgehend von der These, dass Medien durch ihre Semiotik und Materialität unsere Wahrnehmung organisieren und unser Weltbild vorformen, stellt die Autorin die unterschiedlichen „Verpackungen“ von Musik ins Zentrum ihrer musikästhetischen Überlegungen. Aus historischer und systematischer Perspektive werden die SPUREN untersucht, die Musikmedien in unserer musikalischen Wahrnehmung, kulturellen Praxis und in unserem ästhetischen Urteil hinterlassen.

Titel: Tonspuren
Untertitel: Eine medientheoretische Ästhetik der Musik
Verfasser: Ottjes, Sabine GND
Gutachter: Früchtl, Josef GND
Organisation: FB 08: Geschichte, Philosophie
Dokumenttyp: Dissertation/Habilitation
Medientyp: Text
Erscheinungsdatum: 2013
Publikation in MIAMI: 29.01.2013
Datum der letzten Änderung: 09.06.2016
Reihe Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster / Reihe XI ; 3
Schlagwörter: Ästhetik; Medien; Medientheorie; Musik; Musikästhetik
Fachgebiete: Philosophie; Musik
Sprache: Deutsch
Anmerkungen: Auch im Buchhandel erhältlich: Tonspuren : Eine medientheoretische Ästhetik der Musik / Sabine Ottjes. - Münster : Monsenstein und Vannerdat, 2013. - 251 S. (Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster : Reihe XI ; Bd. 3), ISBN 978-3-8405-0079-4, Preis: 16,50 EUR
Format: PDF-Dokument
ISBN: 978-3-8405-0079-4
URN: urn:nbn:de:hbz:6-08309503994
Permalink: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:6-08309503994
Onlinezugriff:
Inhalt:
1. VON AUSGETRETENEN WEGEN UND NEUEN PFADEN – EINLEITUNG .........7
1.1. Musikszenarien heute – Eine Aufforderung zur Medienreflexion .........7
1.2. Musik(-wissenschaft) und Medientheorie – Ein fächerübergreifendes Desiderat .........9
1.3. Für eine medientheoretische Musikästhetik .........12
1.4. Fragestellung und theoretischer Bezugsrahmen .........16
1.5. Erkenntnisgewinn für die Musikwissenschaften und die Medientheorie .. 17
1.6. Kapitelübersicht .........18
1.7. Zu Ansatz und Methode .........21
2. FRUCHTBARES GRENZLAND – TOPOGRAPHIE EINER LEERSTELLE .........23
2.1. Die Medien sind in aller Munde – Stand der Medientheorie heute .........23
2.1.1. Vom Medienbegriff bis zur Medienphilosophie – Integrationsbestrebungen .........23
2.1.2. Von Platons Schriftkritik bis zur Systemtheorie – Ein bunter medientheoretischer Diskurs .........25
2.1.3. Alles nur Pseudotheorien von Querdenkern? – Die postmodernen Medientheorien .........29
2.1.4. Marshall McLuhan – DER Klassiker der Medientheorie .........31
2.1.5. Vilém Flusser – Ein nicht minder provokativer Philosoph der Neuen Medien .........35
2.1.6. Ein Blick von oben – Meta-Medientheorie .........38
2.1.7. Auf die Perspektive kommt es an – Unterschiedliche medienwissenschaftliche
Beschäftigungsfelder und Erkenntnisinteressen .........41
2.1.8. Die Werkzeuge unseres Denkens konstruieren unsere Gedanken – Ein verbindendes Axiom .........45
2.2. Nur langsam öffnen sich die Ohren füreinander – Musik(-wissenschaft) und Medien(-theorie) .........46
2.2.1. Im Schatten der Bilder – Vom allgemeinen Primat des Visuellen.........46
2.2.2. Von Umsatzoptimierung und Identitätsstiftung – Vor(-medien)theoretische Zugänge zur Musik im Kontext der Neuen Medien .........47
2.2.3. Aus Angst, kein Spezialist zu sein? – Die Ignoranz der Medienwissenschaften gegenüber der Musikkultur und einige wenige Seitenblicke .........49
2.2.4. Fehlende Brückenschläge zur Medientheorie – Über einen rätselhaften Widerspruch innerhalb der Musikwissenschaften und erste medientheoretische Stimmen .........55
2.3. Musik medientheoretisch gedacht – Eigene Zielsetzung und Ausblick .........62
3. MUSIK UND MEDIEN – ZWEI BEGRIFFE ERHALTEN KONTUR .........65
3.1. Code, Kanal und Botschaft – Medien als Verpackungen von Sinn .........65
3.1.1. Medium – Definition eines weiten Begriffs .........65
3.1.2. Von Mensch zu Mensch – Kommunikationsmedien .........66
3.1.3. Encodierung, Relais und Decodierung – Weitere Ausdifferenzierung der Kommunikationsmedien .........68
3.1.4. Medien ohne Software – Instrumentelle und physikalische Medien .........70
3.1.5. Zusammenfassung .........72
3.2. Musik als Vermittlung und vermittelte Musik – Überlegungen zu Inhalt und Material der Musik .........74
3.2.1. Der Wille zum Ton – Musik als intentionale Organisation akustischen Materials .........74
3.2.2. Klangphänomene als Selbstbezüglichkeit oder Vermittlung? – Diskussion einer strittigen Frage .........76
3.2.3. Eine besondere Transportsituation – Übertragung des Relais- und Diskursbegriffs auf die Musik .........87
3.2.4. Zusammenfassung .........89
3.3. The Medium of Music Is the Message – Anwendung der Medientheorie auf die Musik .........89
3.3.1. Schön verpackt ist halb gewonnen – Das Medium- / Message-Theorem als Prämisse .........89
3.3.2. Mit Flusser und mit McLuhan gelesen – Zwei zentrale medientheoretische Hypothesen im Hinblick auf Musik .........93
3.3.3. Spagat zwischen methodischen Schwierigkeiten und Erkenntnisinteresse – Fragestellungen und Begründung
des eigenen Vorgehens .........95
4. TONSPUREN – MEDIENTHEORETISCHE THESEN ZUR MUSIKÄSTHETIK .........101
4.1. Von Sängern, Partituren und Samplern – Musikgeschichte als Vermittlungsgeschichte .........101
4.1.1. Ein musikhistorisches Stadienmodell im Anschluss an McLuhan, Flusser und Faulstich – Herleitung und Begründung eines Gedankenexperiments .........102
4.1.2. Die magische Welt des Ohres – Das Zeitalter der Livemusik .........109
4.1.3. Musik wird auf Papier gebannt – Das Zeitalter der Notations- und Aufführungsmusik .........115
4.1.4. Unheimliche Begegnung der dritten Art – Der Beginn eines neuen Zeitalters der multimedialen Musik .........125
Exkurs: Geschichte der elektronischen Musik .........128
Exkurs: Musikreproduzierende Technologien des 20./21. Jhds .........130
4.1.5. Zusammenfassung und Fazit .........137
4.2. Kulturelle Signaturen der Medienmusik – (Meta-)ontologische Bestimmungen .........139
4.2.1. Vom Wesen der Medienmusik – Herleitung der (meta-) ontologischen Perspektive .........139
4.2.2. Wir werden programmiert durch ‚Technosound‘ – Der Eigensinn musikalischer Zeichen .........144
Thesen und Fragestellungen .........144
Begriff und Semiotik des Technosounds .........145
Begriff der Technoimagination .........157
Kritik an Flussers Kommunikologie und Gewinn für eine Metaontologie der Musik .........162
4.2.3. Magische Klangkanäle – Musik und das Hören als Paradigmen einer neuen Epoche .........172
Thesen und Fragestellungen .........172
Klang überall – Die neue Dominanz von Klangmedien .........174
An Ear for an Eye Now? – McLuhan und der Global Sound .........175
Mit Mille Plateaux in den Acoustic Space – Frank Hartmann .........184
Kammermusik als gesellschaftliche Utopie – Vilém Flusser .........185
Auf dem Weg zu einer Kultur des Hörens – Wolfgang Welsch .........189
Die Befreiung des Sinns aus dem Rauschen – Norbert Bolz .........192
4.2.4. Sound als Signatur und Utopie des Medienzeitalters – Von der Beobachtung der Musikkultur zu deren Funktionalisierung .........195
Medienkultur als Klangkultur – Die reduktionistische Lesart .........195
Klang als Signatur des Medienzeitalters –Die medientheorieimmanente Lesart.........196
Musik und das Hören als Beschreibungsmodell für eine Gesellschaftsutopie – Die kritische Lesart .........196
4.2.5. Vom literarischen Appendix hin zur Gesellschaftsutopie – Wandel des musikästhetischen Diskurses .........199
4.2.6. Ausblick .........200
4.3. (K)eine Werteverschiebung – Ästhetische Bestimmungen der Medienmusik .........201
4.3.1. Vom Maß der Mittel – Die Medien als Prämisse ästhetischer Werturteile .........201
Ästhetik zwischen Beschreibung und Wertsetzung .........201
Tonalität, Partitur und Aufführungssituation als ästhetisches A priori .........202
Technosound und Apparate als ästhetisches A priori der Medienmusik .........205
4.3.2. Ein Schwebezustand zwischen Klang und Sinn – Das spezifisch Ästhetische der Medienmusik .........208
Vom Werk zum Rhizom – Die ästhetischen Prämissen Form und Fortschritt .........208
Die Haltung des Hörens – Die ästhetischen Prämissen Inhalt und Gesellschaft .........220
5. WOHIN FÜHREN UNS DIE SPUREN DER MEDIENMUSIK? – RESÜMEE .........233
6. LITERATURVERZEICHNIS .........243
6.1. Zitierte Literatur .........243
6.2. Weitere Literatur .........250