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Mikrogliazellen beim plötzlichen Kindstod

Die Forschung zum plötzlichen Kindstod hat viele verschiedene Faktoren aufgedeckt, die auf unterschiedlichen Wegen zum SIDS (sudden infant death syndrome) Ereignis führen. In der vorliegenden Arbeit sind 23 Gehirne von SIDS-Fällen und 7 Gehirne von Kindern mit bekannten Todesursachen untersucht worden. In jedem Gehirn sind mikroskopisch 35 Regionen betrachtet worden. Die Anzahl an Mikrogliazellen, die dort aktiviert als Marker von Zellschädigung gelten, wurde dokumentiert. Nur in einer Region, dem Kerngebiet des zwölften Hirnnerven, der die Zungenmuskulatur innerviert und die oberen Atemwege tonisieren und damit offenhalten kann, fanden sich bei den Opfern des plötzlichen Kindstodes signifikant mehr Mikrogliazellen als bei den Kontroll-Fällen. Eine unspezifische Reaktion wie die Zunahme der Mikrogliazellenpopulation kann über einen fehlerhaft abgelaufenen Prozess, der zum plötzlichen Kindstod fährt, wenig aussagen. Jedoch weisen die hohen Mikrogliazellzahlen auf Zellstress in der Region des Nucleus hypoglossus hin und es ist möglich, dass eine pathologische Veränderung im Kern des zwölften Hirnnerven im Geschehen des plötzlichen Kindstodes eine Rolle spielt.

Titel: Mikrogliazellen beim plötzlichen Kindstod
Verfasser: Petrick, Laima
Gutachter: Keyvani, Kathy Normdaten
Organisation: FB 05: Medizinische Fakultät
Dokumenttyp: Dissertation/Habilitation
Medientyp: Text
Erscheinungsdatum: 2006
Publikation in MIAMI: 10.08.2006
Datum der letzten Änderung: 02.03.2016
Schlagwörter: SIDS; plötzlicher Kindstod; Mikroglia; Hypoglossus; Mikrogliaaktivierung
Fachgebiete: Medizin und Gesundheit
Sprache: Deutsch
Format: PDF-Dokument
URN: urn:nbn:de:hbz:6-91669679934
Permalink: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:6-91669679934
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