Entwurf eines formalen Kategoriensystems im Anschluß an Frege

Nach Frege ist die Attribution „die logische Grundbeziehung“. Diese Einsicht explizieren wir, indem wir ein universelles Kategoriensystem entwerfen, das nur auf die Attribution gestützt ist. Dazu modifizieren wir die Fregesche Attributionstheorie: Die Einteilung logischer Einheiten ist nicht wie bei...

Author: Hohelüchter, Martin
Division/Institute:Einrichtungen außerhalb der WWU
Document types:Article
Media types:Text
Publication date:2006
Date of publication on miami:10.09.2006
Modification date:07.06.2016
Edition statement:[Electronic ed.]
Subjects:Bradleyscher Regress; logische Grundbeziehung; Attribution als 3-stellige Relation; formales; offenes vollständiges Kategoriensystem; ontologische Verpflichtung; höherstufige Attribute
DDC Subject:100: Philosophie
License:InC 1.0
Language:German
Format:PDF document
URN:urn:nbn:de:hbz:6-81639642378
Permalink:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-81639642378
Digital documents:kategoriensystem_IX_06.pdf

Nach Frege ist die Attribution „die logische Grundbeziehung“. Diese Einsicht explizieren wir, indem wir ein universelles Kategoriensystem entwerfen, das nur auf die Attribution gestützt ist. Dazu modifizieren wir die Fregesche Attributionstheorie: Die Einteilung logischer Einheiten ist nicht wie bei Frege absolut, sondern relativ; jede Einheit ist nicht entweder eine Funktion oder ein Gegenstand, sondern jede Einheit trägt mindestens eine der drei Rollen Attribut, Gegenstand oder (Sach)verhalt; diese Rollen treten nur im Tripel auf und sind so als Relata einer 3-stelligen Relation auffaßbar, der Attribution. Durch die Beschränkung von Doppelrollen ist daraus ein System zu entwickeln, das für jede Einheit genau einen Platz vorsieht. Dieses System ist formal, insofern es Einheiten nicht inhaltlich, sondern ausschließlich in bezug auf die drei Rollen ordnet. Es entbindet somit von der „ontologischen Verpflichtung“. In den Rahmen sind dann spezielle Inhalte wie die Mathematik, die Transzendentalien und die Sprache einzuordnen. Das System hat somit Priorität vor jeder Existenz- oder Wahrheitsfrage Sinn stiftend, indem es sämtliche Einheiten nicht zu einer vorgeblichen Realität, sondern zueinander in Beziehung setzt.