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Medizinische Behandlungsfehler

eine retrospektive Datenerhebung an der Gutachterkommission für ärztliche Haftpflichtfragen bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe

Behandlungsfehlervorwürfe häufen sich in den chirurgischen Disziplinen (41,9%), die Fehleranerkennungsquote von 20,1% unterscheidet sich nicht signifikant von nicht-chirurgischen Disziplinen. Stationär (68,5%) gibt es mehr Behandlungsfehlervorwürfe als ambulant. Bei Behandlung von Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems werden häufig Fehler vorgeworfen (23,1%). Diese werden jedoch weniger häufig (11,8%) als in anderen Disziplinen als Fehler anerkannt. Patientenvorwürfe richten sich häufig gegen die operative Therapie, ärztliche Diagnostik (bildgebende Verfahren) und präoperative Risikoaufklärung. Die ärztlichen Maßnahmen „Operation an den Bewegungsorganen, Projektionsradiographie, Ultraschalluntersuchung, Operation am Verdauungstrakt, Applikation von Medikamenten,etc“ werden häufig kritisiert. Die präoperative Risikoaufklärung muss verbessert werden. Es besteht ein Fort- und Weiterbildungsbedarf im Bereich der Projektionsradiographie und Ultraschalldiagnostik (fächerspezifisch).

Titel: Medizinische Behandlungsfehler
Untertitel: eine retrospektive Datenerhebung an der Gutachterkommission für ärztliche Haftpflichtfragen bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe
Verfasser: Heckenthaler, Viola GND
Gutachter: Keil, Ulrich
Organisation: FB 05: Medizinische Fakultät
Dokumenttyp: Dissertation/Habilitation
Medientyp: Text
Erscheinungsdatum: 2009
Publikation in MIAMI: 21.12.2009
Datum der letzten Änderung: 29.04.2016
Schlagwörter: Medizinische Behandlungsfehler; Gutachterkommission; Patientensicherheit; Fehlerprävention; Risikoaufklärung; Arzthaftpflicht
Fachgebiete: Medizin und Gesundheit
Sprache: Deutsch
Format: PDF-Dokument
URN: urn:nbn:de:hbz:6-89439363704
Permalink: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:6-89439363704
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