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Untersuchungen zur hypoxie-induzierten Hämoglobin-Synthese des großen Wasserflohs "Daphnia magna"

Daphnia magna, der große Wasserfloh, verfügt über ein großes Repertoire von Mechanismen, um sich an Sauerstoffmangelbedingungen anzupassen. Die Quantität als auch die Qualität des Atmungspigments Hämoglobin (Hb) kann sehr genau und schnell an die vorherrschenden Sauerstoffkonzentrationen angepasst werden. Nach wenigen Minuten setzt die Hb-mRNA-Synthese in den Epipoditen und Fettzellen der Tiere ein. Sie sind daher innerhalb einer Generation in der Lage ihre Proteinausstattung stark zu verändern und beziehen sogar die sich entwickelnden Nachkommen mit ein. Die Nachkommen profitieren wahrscheinlich vom Hb-Transfer affiner Hb-Komponenten von der Hämolymphe in die sich entwickelnen Oocyten. Die gezielte Modulation der Konzentration und Affinität des gebildeten Hbs, führt zu einer starken Verbesserung der physiologischen Gesamtleistung der Elterntiere. D. magna kann daher O2-arme Lebensräume erobern und das Überleben der Population auch unter schlechten Bedingungen gewährleisten. In dieser Arbeit konnten einige wichtige grundsätzliche Mechanismen und Details der hypoxie-induzierten Hb-Synthese aufgeklärt bzw. vorhandenes Wissen ergänzt werden, die zum Verständnis des ökologischen Erfolgs der Art beitragen.

Titel: Untersuchungen zur hypoxie-induzierten Hämoglobin-Synthese des großen Wasserflohs "Daphnia magna"
Verfasser: Becher, Bertram GND
Gutachter: Paul, Rüdiger J.
Organisation: FB 13: Biologie
Dokumenttyp: Dissertation/Habilitation
Medientyp: Text
Erscheinungsdatum: 2001
Publikation in MIAMI: 14.08.2002
Datum der letzten Änderung: 08.12.2015
Schlagwörter: Daphnia; magna; Hämoglobin; Hb; Hypoxie; Induktion; mRNA; Syntheseort
Fachgebiete: Biowissenschaften; Biologie
Sprache: Deutsch
Format: PDF-Dokument
URN: urn:nbn:de:hbz:6-85659550753
Permalink: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:6-85659550753
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