Armuts- und Integrationspolitik im aktivierenden Sozialstaat : Frankreich und Großbritannien im Vergleich

Unter Rückgriff auf das Konzept sozialer Exklusion, verstanden als ein durch sozialstaatliches Handeln strukturierter dynamischer Prozess, untersucht die Arbeit die Wirkung und die Grenzen von Armuts- und Integrationspolitik im aktivierenden Sozialstaat. Im Vergleich von Frankreich und Großbritannie...

Author: Reuter, Enrico
Further contributors: Schubert, Klaus (Thesis advisor)
Division/Institute:FB 06: Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften
Document types:Doctoral thesis
Media types:Text
Publication date:2014
Date of publication on miami:23.12.2014
Modification date:16.09.2016
Edition statement:[Electronic ed.]
Subjects:soziale Exklusion; Armut; Sozialpolitik; aktivierender Sozialstaat; Frankreich; Großbritannien social exclusion; poverty; social policy; activating welfare state; France, United Kingdom
DDC Subject:300: Sozialwissenschaften, Soziologie, Anthropologie
320: Politikwissenschaft
License:InC 1.0
Language:German
Format:PDF document
URN:urn:nbn:de:hbz:6-71309404832
Permalink:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-71309404832
Digital documents:diss_reuter_enrico.pdf

Unter Rückgriff auf das Konzept sozialer Exklusion, verstanden als ein durch sozialstaatliches Handeln strukturierter dynamischer Prozess, untersucht die Arbeit die Wirkung und die Grenzen von Armuts- und Integrationspolitik im aktivierenden Sozialstaat. Im Vergleich von Frankreich und Großbritannien wird analysiert, wie erstens Sozialpolitik zwischen 1997 und 2008 von Kontinuitäten und Wandlungen geprägt war; wie zweitens das Zusammenspiel sozialpolitischer Maßnahmen mit sozioökonomischen Transformationen zu Ambivalenzen von Wohlfahrtsstaatlichkeit führt sowie deren Wirksamkeit begrenzt; und wie drittens die Interaktion von politischen Interessen, Ideen, Ideologien und Institutionen die konkrete Ausgestaltung von Sozialpolitiken gegen Armut und Ausgrenzung bestimmt. In diesem Zusammenhang wird auch diskutiert, welchem generellen Wandel Sozialstaatlichkeit unterzogen ist und wie Exklusionsprozesse und –risiken zeitgenössische kapitalistische Gesellschaften prägen.

Drawing on the theoretical concept of social exclusion, the dissertation analyses the rationale, effectiveness and limitations of activating social policies. Comparing France and the United Kingdom for the period from 1997 to 2008, the paper first identifies both policy continuity and change; secondly discusses the ambivalences of social policy interventions, which arise from the interplay between policy decisions and socioeconomic circumstances; and finally assesses the politics of social policy choices by exploring the impact of interests, institutions and ideas. In this context, the dissertation also contributes to the debate on transformations of the welfare state and highlights the prevalence of exclusionary processes and risks in contemporary capitalist societies.