Der Begriff des gefährlichen Werkzeugs in § 224 Abs. 1 Nr. 2 Var. 2 StGB : eine kritische Betrachtung insbesondere in Bezug auf den Menschen als gefährliches Werkzeug und Versuch einer Neuorientierung

Inhalt dieser Dissertation sind im Wesentlichen drei Aspekte: zum einen eine Klarstellung der Begrifflichkeit "gefährliches Werkzeug" des § 224 Abs. 1 Nr. 2 Var. 2 StGB und damit einhergehend eine saubere Trennung der beiden unterschiedlichen Tatbestandsmerkmale "gefährlich" als...

Author: Edsen, Sven
Further contributors: Heghmanns, Michael (Thesis advisor)
Division/Institute:FB 03: Rechtswissenschaftliche Fakultät
Document types:Doctoral thesis
Media types:Text
Publication date:
Date of publication on miami:13.02.2014
Modification date:27.07.2015
Edition statement:[Electronic ed.]
Subjects:gefährliches Werkzeug; Steuerbarkeit; § 224 StGB; Beweglichkeit; Sache; Werkzeugbegriff; Definition
DDC Subject:340: Recht
License:InC 1.0
Language:German
Format:PDF document
URN:urn:nbn:de:hbz:6-04329628553
Permalink:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-04329628553
Digital documents:diss_edsen.pdf
Table of contents:
  • Literaturverzeichnis ...................................................................................................... IV
  • Sonstige Hilfsmittel: ...................................................................................................XVI
  • I. Einführung und Problemaufriss .................................................................................. 1
  • II. Der Begriff des gefährlichen Werkzeugs ................................................................... 6
  • A. Der Entstehungsprozess der Begrifflichkeit des gefährlichen Werkzeugs ......... 7
  • 1. Historische Einführung und Orientierung ....................................................... 8
  • 2. Die Novelle des StGB ................................................................................... 12
  • a. Orientierung und neue Gesetzeslage ....................................................... 12
  • b. Kritische Anmerkungen .......................................................................... 16
  • B. Die „neue“ gefährliche Körperverletzung ......................................................... 20
  • 1. Der Sprachgebrauch des 19. und 20. Jahrhunderts in der deutschen Allgemeinliteratur ......................................................................................... 23
  • 2. Der Sprachgebrauch des 19. und 20. Jahrhunderts in der Jurisprudenz ....... 25
  • 3. Die Auffassungen in der früheren juristischen Fachliteratur ........................ 28
  • 4. Zwischenergebnis zum Sprachgebrauch ....................................................... 35
  • III. Bestandteile und Auslegungen des Werkzeugbegriffs ........................................... 36
  • A. Die Erweiterungen des Werkzeugbegriffs ........................................................ 36
  • 1. Die Aufgabe der Begrenzung auf mechanische Wirkungsweisen ................ 36
  • 2. Aggregatzustand und Körperlichkeit ............................................................ 38
  • 3. Der Einsatz von Stimme und Sprache .......................................................... 41
  • 4. Zwischenergebnis ......................................................................................... 41
  • B. Das Erfordernis der Steuerung und Steuerbarkeit des Werkzeugs ................... 42
  • 1. Gefährliche Situationen .................................................................................. 42
  • 2. Der Einsatz von Tieren im Lichte des § 224 Abs. 1 Nr. 2 Var. 2 StGB ........ 46
  • a. Objektive Kontrolle und Herrschaft über das Tatmittel .......................... 47
  • b. Steuerung und Steuerbarkeit als eine Minimalvoraussetzung ................. 49
  • 3. Zwischenergebnis ............................................................................................ 50
  • C. Der Zweck der Verwendung: Einsetzen in einer Kampfeslage ........................ 51
  • 1. Angriffs- oder Verteidigungszwecke ............................................................ 51
  • 2. Die Ausbildung des „Täters“ ........................................................................ 52
  • 3. Die subjektive Auslegung ............................................................................. 57
  • 4. Zwischenergebnis ......................................................................................... 58
  • D. Das Leistungskriterium ..................................................................................... 59
  • 1. Der Aspekt der Minderleistung oder die fehlende Verletzungstendenz ....... 59
  • 2. Zwischenergebnis zum Aspekt der Minderleistung ...................................... 63
  • 3. Der Aspekt der Mehrleistung oder des Mehrerfolges ................................... 64
  • 4. Die Mehrleistungen eines zum Kampf trainierten Menschen....................... 67
  • 5. Zwischenergebnis zur Mehrleistung ............................................................. 71
  • E. Das Merkmal der Beweglichkeit ....................................................................... 73
  • 1. Die Dynamik des Tatmittels ......................................................................... 75
  • 2. Beweglichkeit und Bewegbarkeit des Tatmittels .......................................... 77
  • a. Weite Auslegung ..................................................................................... 77
  • b. Die Bewegtheit des Tatmittels ................................................................ 79
  • c. Die Widmung zum Werkzeug ................................................................. 81
  • d. Enge Auslegung ...................................................................................... 83
  • 3. Kritische Anmerkungen ................................................................................ 85
  • 4. Fazit............................................................................................................... 95
  • F. Der Aspekt der Körperfremdheit bzw. des zusätzlichen Etwas ........................ 95
  • 1. Die generelle Beweglichkeit des Menschen ................................................. 95
  • 2. Das Kriterium des Zusätzlichen .................................................................... 97
  • a. Ein anderer Mensch als Werkzeug .......................................................... 97
  • (1) Einleitende Gedanken zur nötigen Qualität des Werkzeugs ............. 97
  • (2) Der Vergleich mit der mittelbaren Täterschaft ............................... 100
  • (3) Der Vergleich zur gemeinschaftlichen Tatbegehung des § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB ....................................................................................... 103
  • (4) Zwischenergebnis ............................................................................ 107
  • b. Die Ungleichheit von Werkzeug und Tatmittel .................................... 108
  • (1) Das Merkmal „mittels“ .................................................................... 108
  • (2) Das Unmittelbarkeitskriterium ........................................................ 111
  • (3) Zwischenergebnis ............................................................................ 113
  • c. Die strukturelle Voraussetzung des Werkzeugs: Widerstandskraft und Strapazierfähigkeit................................................................................. 113
  • d. Die Sacheigenschaft des Werkzeugs ..................................................... 116
  • e. Zwischenergebnis zur Sacheigenschaft ................................................. 121
  • 3. Fazit............................................................................................................. 122
  • 4. Die Ausnahme von der Körperfremdheit: Der Mensch als sein eigenes Werkzeug .................................................................................................... 123
  • a. Der Mensch in neuer Rolle bzw. das Aufrüsten zur Tat ....................... 123
  • b. Die Entfremdung des Körpers ............................................................... 124
  • c. Der Vergleich eines Schlages mit oder ohne Hilfsmittel ...................... 126
  • d. Kritische Anmerkungen zur Ausnahme vom Körperfremdheitskriterium bzw. des zusätzlichen Etwas ................................................................. 128
  • 5. Körperfremde Bestandteile ......................................................................... 129
  • 6. Fazit zur Körperfremdheit........................................................................... 133
  • G. Die Gefährlichkeit des gefährlichen Werkzeugs ............................................. 134
  • 1. Der Begriff der Gefährlichkeit des § 224 Abs. 1 Nr. 2 Var. 2 StGB .......... 134
  • a. Der Einsatz gefährlicher Werkzeuge als abstrakte Gefährdung ............ 134
  • b. Der Einsatz gefährlicher Werkzeuge als konkrete Gefährdung ............ 135
  • c. Das Erheblichkeitskriterium bzw. die Signifikanz der Gefahrensteigerung ............................................................................... 138
  • 2. Prothesen, Gebisse und Schutzhandschuhe als gefährliche Werkzeuge ..... 142
  • IV. Zusammenfassende und kritische Gedanken zum Werkzeugbegriff ................... 145
  • A. Kritische Äußerungen zum Wortlaut .............................................................. 145
  • B. Das Verhältnis von Werkzeug und Gefährlichkeit ......................................... 146
  • C. Systematische Gedanken zum Menschen als gefährliches Werkzeug ............ 147
  • D. Verfassungsrechtliche Bedenken .................................................................... 155
  • E. Die Tabuisierung gefährlicher Handlungsweisen ........................................... 156
  • F. Die Begrenzungsfunktion des Werkzeugs ...................................................... 157
  • G. Die Abgrenzung der einfachen von der gefährlichen Körperverletzung ........ 158
  • H. Der Systemzusammenhang mit anderen Strafnormen .................................... 160
  • V. Schlussfolgerungen und Ausblick ........................................................................ 162
  • VI. Anhang: Rechtsprechungsübersicht ..................................................................... 172.