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Verfahren der Organisation gesprochener Sprache

eine interaktional-linguistische Analyse von Pronominaladverbien und verwandten Formen

Gegenstand der Studie ist ein aktuelles Phänomen der Syntax des gesprochenen Deutsch: die Verwendung verschiedener Realisierungsweisen von Pronominaladverbien. Neben der standardsprachlich kodifizierten Norm sind im alltäglichen Sprachgebrauch vielfältige Realisierungen anzutreffen, z. B. Distanzkonstruktionen wie „da … für“. In der empirischen Arbeit wird die kommunikative Verwendung der unterschiedlichen Formen im Rahmen ihrer Funktion als retraktiv und projektiv verweisende Formen untersucht. Dazu werden freie gesprochene Interaktionen nach GAT2 transkribiert und auf Grundlage gesprächsanalytischer Methodik und der Gesprochene-Sprache-Forschung ausgewertet. Herausgearbeitet werden Sprecherrollen, die sequenzielle Positionierung, ihre Syntax und Topologie, die Semantik und Prosodie sowie funktional-pragmatische Aspekte (Informationsstrukturierung). Die gesprächsanalytischen Ergebnisse werden anschließend im Hinblick auf restringierte oder präferierte Verwendungskontexte gedeutet.

Titel: Verfahren der Organisation gesprochener Sprache
Untertitel: eine interaktional-linguistische Analyse von Pronominaladverbien und verwandten Formen
Verfasser: Pescheck, Ilka GND
Gutachter: Günthner, Susanne GND
Organisation: FB 09: Philologie
Dokumenttyp: Dissertation/Habilitation
Medientyp: Text
Erscheinungsdatum: 2015
Publikation in MIAMI: 05.05.2017
Datum der letzten Änderung: 05.05.2017
Schlagwörter: Interaktionale Linguistik; Gesprochene Sprache; Präpositionaladverbien; Organisationsverfahren; Retraktion; Projektion; Syntax; Adverbklammer
Fachgebiete: Deutsch, germanische Sprachen allgemein; Linguistik
Sprache: Deutsch
Format: PDF-Dokument
URN: urn:nbn:de:hbz:6-12249542826
Permalink: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:6-12249542826
Onlinezugriff:
Inhalt:
Inhalt 1
1. Einleitung 4
1.1 Hintergrund der Arbeit und Heranführung an das Thema 4
1.2 Erkenntnisinteresse und Aufbau der Arbeit 10
2. Pronominaladverbien 13
2.1 ‚Standard‘-Pronominaladverbien 13
2.1.1 Formale Eingrenzung und Bezeichnung 13
2.1.2 Textuelle Funktionen 21
2.2 Phonologisch reduzierte Formen 25
2.3 Diskontinuierliche Formen 27
2.3.1 Diachronie 27
2.3.2 Arealität und Nonstandard-Status 32
2.3.2.1 Arealität 32
2.3.2.2 Nonstandard 36
2.3.3. Funktionale Erklärungen für die diskontinuierliche Stellung 39
2.3.3.1 Diskontinuierliche Pronominaladverbien 39
2.3.3.2 Das Adverb da 43
2.4 Zwischenfazit 45
3. Retraktion/Projektion und Informationsstrukturierung als zwei Analyseebenen der Organisation gesprochener Sprache 49
3.1 Projektion und Retraktion 53
3.1.1 Projektive Verfahren 53
3.1.2 Retraktive Verfahren 55
3.1.2.1 Deixis und Anaphorik 56
3.1.2.2 Verweisen in der gesprochenen Sprache 61
3.1.2.3 Kohärenz und Kohäsion 64
3.1.2.4 Tying techniques 67
3.2 Informationsstrukturierung 74
3.2.1 Topik 76
3.2.2 Abfolge als Mittel der Informationsstrukturierung 77
3.2.2.1 Topikalisierung 77
3.2.2.2 Abfolge im Mittelfeld und Klammerung 79
3.2.2 Accessibility 81
3.2.3 Fokus 84
3.3 Zwischenfazit 87
4. Korpusbeschreibung und Vorgehensweise der empirischen Analyse 90
4.1 Beschreibung der Daten, Auswahl und Aufbereitung der Sequenzen 90
4.2 Klassifizierung der Realisierungsformen nach topologischem Stellungsverhalten 91
4.3 Methodik der sequenzanalytischen Untersuchung 94
5. Analyse 96
5.1 Pronominaladverbien in der Funktion von Supplementen und Komplementen 96
5.1.1 Retraktiver Gebrauch 96
5.1.1.1 Formale Analyse 97
5.1.1.1.1 Adjazent realisierte Formen mit vollem verweisenden Element 98
5.1.1.1.2 Kontrahierte Formen 99
5.1.1.1.3 Diskontinuierliche Formen 99
5.1.1.1.4 Formen ohne adverbiales Erstglied 100
5.1.1.1.5 Interpretation der formalen Ergebnisse 101
5.1.1.2 Sequenzanalytische Untersuchung 104
5.1.1.2.1 Identifizierbarkeit des Skopus 105
5.1.1.2.2 Aboutness-Markierung 121
5.1.1.2.3 Fokussierung 135
5.1.1.2.4 Enger Anschluss 145
5.1.1.2.5 Fortsetzung einer Sequenz nach einer Pause und Markierung als second speaker 150
5.1.1.2.6 Projektion eines transition-relevance places 152
5.1.2 Projektiver Gebrauch 155
5.1.2.1 Formale Analyse 156
5.1.2.1.1 Übersicht über die Formen 156
5.1.2.1.2 Interpretation der formalen Ergebnisse 157
5.1.2.2 Sequenzanalytische Untersuchung 158
5.1.2.2.1 Fokussierung des projizierten Äußerungsteils 158
5.1.2.2.2 Relevantsetzung einer Folgeäußerung: ‚es geht darum‘ 161
5.1.2.2.3 Formelhafter Gebrauch: ‚kommt drauf an‘ 165
5.1.2.2.4 Projektion und Scharnierfunktion 169
5.1.3 Zwischenfazit 176
5.2 Pronominaladverbien in der Funktion von Verbpartikeln 181
5.2.1 Retraktiver Gebrauch 181
5.2.1.1 Formale Analyse 182
5.2.1.1.1 Adjazent realisierte Vollformen 182
5.2.1.1.2 Phonologisch reduzierte Formen 189
5.2.1.1.3 Diskontinuierliche Strukturen 191
5.2.1.1.4 Formen ohne adverbiales Erstglied 196
5.2.1.1.5 Interpretation der quantitativen Analyse 196
5.2.1.2 Sequenzanalytische Untersuchung 198
5.2.1.2.1 Identifizierbarkeit des Skopus 198
5.2.1.2.2 Aboutness 208
5.2.1.2.3 Fokussierung 211
5.2.1.2.4 Enger Anschluss 216
5.2.1.2.5 Projektion eines transition-relevance places 217
5.2.2 Projektiver Gebrauch 222
5.2.2.1 Formale Analyse 222
5.2.2.1.1 Übersicht 222
5.2.2.1.2 Interpretation der formalen Ergebnisse 222
5.2.2.2 Sequenzanalytische Untersuchung 223
5.2.3 Zwischenfazit 224
5.3 Attributive Verwendung und feste Wendungen 228
5.3.1 Formale Analyse 228
5.3.2 Sequenzanalytische Untersuchung 229
5.3.3 Zwischenfazit 233
6. Ergebnisdiskussion und Ausblick 234
Literatur 243
Anhang 260
Übersicht zu den Transkripten 260
Transkripte 261