Verfahren der Organisation gesprochener Sprache : eine interaktional-linguistische Analyse von Pronominaladverbien und verwandten Formen

Gegenstand der Studie ist ein aktuelles Phänomen der Syntax des gesprochenen Deutsch: die Verwendung verschiedener Realisierungsweisen von Pronominaladverbien. Neben der standardsprachlich kodifizierten Norm sind im alltäglichen Sprachgebrauch vielfältige Realisierungen anzutreffen, z. B. Distanzkon...

Author: Pescheck, Ilka
Further contributors: Günthner, Susanne (Thesis advisor)
Division/Institute:FB 09: Philologie
Document types:Doctoral thesis
Media types:Text
Publication date:2015
Date of publication on miami:05.05.2017
Modification date:05.05.2017
Edition statement:[Electronic ed.]
Subjects:Interaktionale Linguistik; Gesprochene Sprache; Präpositionaladverbien; Organisationsverfahren; Retraktion; Projektion; Syntax; Adverbklammer
DDC Subject:410: Linguistik
430: Deutsch, germanische Sprachen allgemein
License:InC 1.0
Language:German
Format:PDF document
URN:urn:nbn:de:hbz:6-12249542826
Permalink:https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-12249542826
Digital documents:diss_pescheck.pdf

Gegenstand der Studie ist ein aktuelles Phänomen der Syntax des gesprochenen Deutsch: die Verwendung verschiedener Realisierungsweisen von Pronominaladverbien. Neben der standardsprachlich kodifizierten Norm sind im alltäglichen Sprachgebrauch vielfältige Realisierungen anzutreffen, z. B. Distanzkonstruktionen wie „da … für“. In der empirischen Arbeit wird die kommunikative Verwendung der unterschiedlichen Formen im Rahmen ihrer Funktion als retraktiv und projektiv verweisende Formen untersucht. Dazu werden freie gesprochene Interaktionen nach GAT2 transkribiert und auf Grundlage gesprächsanalytischer Methodik und der Gesprochene-Sprache-Forschung ausgewertet. Herausgearbeitet werden Sprecherrollen, die sequenzielle Positionierung, ihre Syntax und Topologie, die Semantik und Prosodie sowie funktional-pragmatische Aspekte (Informationsstrukturierung). Die gesprächsanalytischen Ergebnisse werden anschließend im Hinblick auf restringierte oder präferierte Verwendungskontexte gedeutet.