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Das Archigymnasium in Soest 1789-1820

Die Mikrostudie behandelt das Archigymnasium in Soest im Zeitraum von 1789 bis 1820, also während der durch beschleunigten Wandel gekennzeichneten Epochenschwelle um 1800. Sie untersucht die verschiedenen Bereiche der Schulwirklichkeit: Unterrichtskonzepte, Unterrichtswirklichkeit, Schulorganisation, Schülerzahlen, soziale Herkunft der Schüler, Anstellungsverfahren und Besoldung der Lehrer sowie Konflikte an der Schule. Um Kontinuitäten und Diskontinuitäten zu erfassen, wird der Untersuchungszeitraum in drei Perioden gegliedert: Die Periode der Reformen vor der Reform, die französische Periode und die Periode der Bildungsreform. Dabei wird deutlich, dass die französische Periode eine Zäsur darstellt und zu einer Phasenverschiebung in der Herausbildung des preußischen Gymnasiums führt. Die Studie ist sowohl ein Beitrag zur Bildungsgeschichte als auch zur Landes- und vor allem zur Lokalgeschichte.

Titel: Das Archigymnasium in Soest 1789-1820
Verfasser: Götz, Roland
Gutachter: Reininghaus, Wilfried Normdaten
Organisation: FB 08: Geschichte, Philosophie
Dokumenttyp: Dissertation/Habilitation
Medientyp: Text
Erscheinungsdatum: 2008
Publikation in MIAMI: 12.07.2009
Datum der letzten Änderung: 26.04.2016
Reihe Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster / Reihe X ; 1
Schlagworte: Gymnasium; Bürgerschule; Schulreform; Schulpolitik; Preußen; Großherzogtum Berg; Soest
Fachgebiete: Geschichte
Sprache: Deutsch
Anmerkungen: Auch im Buchhandel erhältlich: Das Archigymnasium in Soest 1789-1820 / von Roland Götz. - Münster : Monsenstein und Vannerdat, 2009. - VI, 497 S. (Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster : Reihe X ; Bd. 1), ISBN 978-3-8405-0001-5, Preis: 25,50 EUR
Format: PDF-Dokument
ISBN: 978-3-8405-0001-5
URN: urn:nbn:de:hbz:6-01509454326
Permalink: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-01509454326
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Inhalt:
Vorbemerkung 1
Einleitung: Leitfragen, Forschungsstand, Quellen 3
I. Das Archigymnasium in der Periode der Reformen vor der Reform
1. Grundzüge der Periode der Reformen vor der Reform 9
2. Die Verbesserungsvorschläge Terlindens für das Archigymnasium und ihre Folgen 11
3. Genehmigungsvorgänge für die Schulordnungen von 1790 und 1802 16
4. Unterrichtskonzepte und Elemente der Unterrichtswirklichkeit am Archigymnasium
4.1 Der Einfluss von Vorstellungen der Aufklärungspädagogik im Allgemeinen
und frühem Neuhumanismus und Realismus im Besonderen am Beispiel der
beiden Schulordnungen und der Aufsätze von Rektor Meineke
4.1.1 Unterrichtsmethoden und Unterrichtsziele in den beiden Schulordnungen und
Neubewertung der alten Sprachen 20
4.1.2 Berufsvorbereitende Bildung in den beiden Schulordnungen und
Bürgerschulkonzept Meinekes 22
4.2 Realisierung moderner Vorstellungen und Grenzen der Realisierung
4.2.1 Elemente der Unterrichtswirklichkeit im Hinblick auf Unterrichtsmethoden und
Unterrichtsziele, Lateinunterricht und andere Fächer 25
4.2.2 Ansätze zur Verwirklichung des Bürgerschulkonzepts und grundsätzliche
Realisierungsprobleme berufsvorbereitender Bildung 28
4.2.3 Fächer und Wochenstunden als Indikator pädagogischer Modernisierung 32
4.3 Mädchenunterricht 38
5. Schulorganisation
5.1 Anzahl und Reduktion der Klassen 39
5.2 Partielle Modernisierung der Unterrichtsorganisation 42
5.3 Weitere schulorganisatorische Regelungen 45
6. Prüfungen
6.1 Öffentliche Examina 47
6.2 Abiturprüfungen 47
7. Die Schüler
7.1 Beurteilung der Frequenzen des Archigymnasiums während der Periode der Reformen vor der Reform im Hinblick auf die Frequenzentwicklung vom späten 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert 59
7.2 Die Frequenzen in der Phase der Reformen vor der Reform vor allem im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und demographischen Entwicklung Soests 74
7.3 Soziale Herkunft der Schüler 89
7.4 Schullaufbahnen 104
8. Die Lehrer
8.1 Anstellung 105
8.2 Amtsenthebungsverfahren gegen Konrektor Birkner 120
8.3 Lehrerbesoldung 122
8.4 Ansätze zur Professionalisierung der Gymnasiallehrer 139
9. Auseinandersetzungen wegen Schülern, Lehrern und Eltern 145
10. Ein Vorstoß zur Umwandlung des Archigymnasiums in eine Real- oder Mittelschule 150
11. Fazit 155
II. Das Archigymnasium in der französischen Periode
1. Grundzüge der französischen Periode 158
2. Unterrichtskonzepte und Elemente der Unterrichtswirklichkeit am Archigymnasium
2.1 Die Unterrichtskonzepte der Rektoren Goldmann und Seidenstücker und der Einfluss zeitgenössischer pädagogischer Vorstellungen
2.1.1 Goldmann: allgemeine Menschenbildung 168
2.1.2 Seidenstücker: Geistige Eigenständigkeit durch die Methode der Selbsttätigkeit 175
2.1.3 Seidenstückers Konzept der berufsvorbereitenden Bildung 179
2.2 Realisierung der Unterrichtskonzepte von Goldmann und Seidenstücker, Grenzen der Realisierung und Ehrlichs handlungsorientierter Unterricht
2.2.1 Elemente der Unterrichtwirklichkeit im Hinblick auf die Unterrichtskonzepte der Rektoren und einzelne Lehrer 183
2.2.2 Verbesserte Ausbildung für die Abgänger in einen Beruf 196
2.2.3 Fächer und Wochenstunden: Graduelle Veränderungen der Modernisierungsmerkmale und umstrittene grundsätzliche Neuordnung 199
3. Hintergründe der unterbliebenen Umsetzung der Präfekturverfügung vom November 1810 210
4. Schulorganisation
4.1 Anzahl der Klassen und weitere Modernisierung der Unterrichtsorganisation 214
4.2 Weitere schulorganisatorische Regelungen 217
5. Prüfungen
5.1 Öffentliche Examina 222
5.2 Abiturprüfungen 223
6. Die Schüler
6.1 Die Frequenzen 233
6.2 Die Frequenzen vor allem im Zusammenhang mit der demographischen, der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung Soests 235
6.3 Soziale Herkunft der Schüler 248
6.4 Schullaufbahnen 251
7. Die Lehrer
7.1 Anstellung 252
7.2 Lehrerbesoldung 268
7.3 Fortschritte im Professionalisierungsprozess 284
8. Auseinandersetzungen vor allem zwischen dem Rektor einerseits und dem Maire sowie einem Schülervater andererseits 291
9. Verunsicherungen und Befürchtung der Umwandlung des Archigymnasiums in eine Bürgerschule 300
10. Fazit 302
III. Das Archigymnasium in der Periode der Bildungsreform
1. Grundzüge der Periode der Bildungsreform 307
2. Schulgebäude 313
3. Unterrichtskonzepte und Elemente der Unterrichtswirklichkeit am Archigymnasium
3.1 Nachträge zu Unterrichtskonzepten und Bemühungen um eine Schulordnung
3.1.1 Seidenstückers Ergänzungen zu seinen Unterrichtskonzepten 317
3.1.2 Aufforderungen zur Erstellung einer Schulordnung 319
3.2 Unterricht unter den besonderen Bedingungen während der Periode der Bildungsreform
3.2.1 Elemente der Unterrichtswirklichkeit vor allem im Hinblick auf einzelne Lehrer, den Lehrermangel und den Lehrapparat 321
3.2.2 Reduzierte Ausbildung für die Abgänger in einen Beruf 331
3.2.3 Fächer und Wochenstunden: Von Neuordnung zu Neuordnung 333
4. Schulorganisation
4.1 Eine weitere Klasse und permanente Veränderung der Unterrichtsorganisation 339
4.2 Weitere schulorganisatorische Regelungen 349
5. Prüfungen
5.1 Öffentliche Examina 352
5.2 Abiturprüfungen 353
6. Die Schüler
6.1 Die Frequenzen 361
6.2 Die Frequenzen vor allem im Zusammenhang mit der demographischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung Soests sowie besonderen Faktoren 364
6.3 Soziale Herkunft der Schüler 374
6.4 Schullaufbahnen 380
7. Die Lehrer
7.1 Anstellung und Besoldung der Lehrer 383
7.2 Forcierte Professionalisierung 417
8. Maßnahmen gegen einen Lehrer und gegen Schüler 423
9. Bestrebungen zur Reduktion des Archigymnasiums und seine Präsentation
als Provinzialgymnasium 437
10. Fazit 441
IV. Das Archigymnasium am Anfang der Realisierungsperiode
1. Grundzüge der Realisierungsperiode 446
2. Das Archigymnasium am Anfang der Realisierungsperiode (Ausblick) 447
Resümee 456