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Der Raub der Proserpina

Studien zur Ikonographie und Ikonologie eines Ovidmythos von der Antike bis zur frühen Neuzeit

Die ikonographische Überlieferung des Proserpina-Raubes in der frühen Neuzeit setzt 1497 mit der venezianischen Metamorphosen-Übersetzung Giovanni di Bonsignoris ein. Hier etabliert sich eine simultane Darstellung, die auf der Antikenrezeption fußt und bis ins 18. Jahrhundert prägend sein wird. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts verteilt sich die Erzählung auf bis zu acht Illustrationen. Für die mythologische Verbrämung, die für erotische Darstellungen unumgänglich ist, werden mythographische und ikonologische Handbücher zunehmend wichtig. Sie beliefern Künstler und Auftraggeber mit Details, die oft die einzige Möglichkeit zur Identifizierung des Bildthemas sind. Im 17. Jahrhun- dert äußert sich eine verstärkte Claudianus-Rezeption in der Wahl der Nebenfiguren und der erotisierenden Tendenz. Als göttliches Liebespaar sind Pluto-Proserpina- Gruppen in Barockgärten fester Bestandteil naturallegorischer Zyklen. Im 18. und 19. Jahrhundert erfreuen sie sich großer Beliebtheit auf Bildteppichen.

Titel: Der Raub der Proserpina
Untertitel: Studien zur Ikonographie und Ikonologie eines Ovidmythos von der Antike bis zur frühen Neuzeit
Verfasser: Brehm, Christiane GND
Gutachter: Raupp, Hans-Joachim GND
Organisation: FB 08: Geschichte, Philosophie
Dokumenttyp: Dissertation/Habilitation
Medientyp: Text
Erscheinungsdatum: 1996
Publikation in MIAMI: 21.06.2009
Datum der letzten Änderung: 26.04.2016
Schlagwörter: Raub; Proserpina; Persephone; Ovid; Metamorphosen; Ikonographie; Ikonologie; Mythologie
Fachgebiete: Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft; Künste; Malerei
Sprache: Deutsch
Format: PDF-Dokument
URN: urn:nbn:de:hbz:6-11529573294
Permalink: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:6-11529573294
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