Von der Fürsorge zur Arbeitsmarktpolitik : Entwicklung und Organisation der Arbeitsvermittlung in Dienstleistungsstädten vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg ; Studien zu Münster und Wiesbaden

Der Arbeitsvermittlung kommt in der Industriegesellschaft eine hohe wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Stabilisierungsfunktion zu. Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit der Entwicklung arbeitsmarktpolitischen Engagements der Kommunen Ende des 19. Jahrhunderts als Vorläufer staat...

Author: Brockfeld, Susanne
Further contributors: Kaiser, Jochen-Christoph (Thesis advisor)
Division/Institute:FB 08: Geschichte, Philosophie
Document types:Doctoral thesis
Media types:Text
Publication date:1996
Date of publication on miami:20.12.2010
Modification date:18.05.2016
Edition statement:[Electronic ed.]
Subjects:Arbeitsmarkt; Arbeitsvermittlung; Münster; Wiesbaden; Kommune
DDC Subject:320: Politikwissenschaft
330: Wirtschaft
943: Geschichte Mitteleuropas; Deutschlands
License:InC 1.0
Language:German
Format:PDF document
URN:urn:nbn:de:hbz:6-35479573570
Permalink:http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-35479573570
Digital documents:diss_brockfeld.pdf

Der Arbeitsvermittlung kommt in der Industriegesellschaft eine hohe wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Stabilisierungsfunktion zu. Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit der Entwicklung arbeitsmarktpolitischen Engagements der Kommunen Ende des 19. Jahrhunderts als Vorläufer staatlicher Beteiligung bei der Zusammenführung von Angebot und Nachfrage. Die Fokussierung auf Dienstleistungsstädte mit ihrem transparenteren Arbeitsmarkt ermöglicht einen genauen Blick auf die Motive kommunaler Arbeitsvermittlung jenseits bloßen Krisenmanagements. In Münster wie in Wiesbaden kann von einer in der Forschung angenommenen bewusst angestrebten Vermittlerfunktion öffentlicher Instanzen im gesellschaftlichen Konflikt nicht die Rede sein; im Gegenteil beschränkte man sich bewusst auf eine subsidiäre Rolle. Vor allem in der katholisch geprägten westfälischen Provinzhauptstadt sah man trotz objektiver Notwendigkeit keinen Grund zur Ausdehnung des kommunalen Aufgabenspektrums.