Erweiterte Suche

Die Ordnungen der Literaturwissenschaft

Selbstbeschreibungen einer Disziplin 1990–2010

„Die Ordnungen der Literaturwissenschaft“ untersucht das Selbstverständnis der neueren literaturwissenschaftlichen Germanistik in Deutschland und analysiert dabei vor allem zentrale Nachschlagewerke und Einführungstexte des Fachs. Den Rahmen dafür liefern Modelle aus der Wissenschaftsforschung, unter anderem Niklas Luhmanns Konzept von Wissenschaft als sozialem System. Ein präziser Blick auf die rhetorischen Strukturen der untersuchten Texte hinterfragt scheinbare Selbstverständlichkeiten und eröffnet neue Perspektiven auf die produktiven Unschärfen der Literaturwissenschaft. Zentrale Elemente der Untersuchung bilden die Diskussion des Begriffs ‚Begriff‘ , eine Analyse des literaturwissenschaftlichen Umgangs mit ‚Methode‘ und ‚Theorie‘ sowie der Beziehung des Fachs zu den Konzepten ‚Paradigma‘ und ‚Krise‘.

Titel: Die Ordnungen der Literaturwissenschaft
Untertitel: Selbstbeschreibungen einer Disziplin 1990–2010
Verfasser: Riesenweber, Christina GND
Gutachter: Wagner-Egelhaaf, Martina GND
Organisation: FB 09: Philologie
Dokumenttyp: Dissertation/Habilitation
Medientyp: Text
Erscheinungsdatum: 2017
Publikation in MIAMI: 06.02.2017
Datum der letzten Änderung: 23.08.2017
Reihe Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster / Reihe XII ; 18
Verlag/Hrsg.: Readbox Unipress / Münster (Westf)
Schlagwörter: Literaturwissenschaft; Germanistik; Geschichte der Germanistik; Wissenschaftsgeschichte; Wissenschaftsforschung
Fachgebiete: Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
Lizenz: CC BY 3.0 DE
Sprache: Deutsch
Anmerkungen: Auch im Buchhandel erhältlich: Die Ordnungen der Literaturwissenschaft : Selbstbeschreibungen einer Disziplin 1990–2010 / Christina Riesenweber. – Münster : Münsterscher Verlag für Wissenschaft, 2017. – II, 247 S. (Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster : Reihe XII ; Bd. 18), ISBN 978-3-8405-0150-0, Preis: 17,60 EUR
Format: PDF-Dokument
ISBN: 978-3-8405-0150-0
URN: urn:nbn:de:hbz:6-23299444607
Permalink: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:6-23299444607
Onlinezugriff:
Inhalt:
1. Einführung ......1
1.1. Fragestellungen und Ziele der Arbeit ......1
1.2. Forschungsstand ......4
Wissenschaftsgeschichte ......4
Wissenschaftssoziologie ......6
Wissenschaftstheorie ......6
1.3. Theoretische Prämissen und Begriffsklärungen ......7
1.3.1. Erkenntniskritische Grundlagen ......7
1.3.2. Konstruktivistische Wissenschaftsmodelle ......8
Niklas Luhmann: Wissenschaft als soziales System ......10
1.3.3. Begriffsklärung ‚Literaturwissenschaft‘ ......12
1.3.4. Begriffsklärung ‚Literatur‘ als ‚Gegenstand‘ der Literaturwissenschaft ......14
1.4. Vorgehen ...... 15
1.5. 1990–2010 als Abschnitt der Fachgeschichte ......16
2. Texttypen der literaturwissenschaftlichen Selbstbeschreibung ......21
2.1. Einführungstexte .......21
2.1.1. Rahmenbedingungen ......21
2.1.2. Komplexitätsreduktion ......23
2.1.3. Normative vs. Deskriptive Kodifikationen ......24
2.1.4. Reichweite ......25
2.2. Lexika und Handbücher ......26
Ludwik Flecks Modell der ‚esoterischen‘ und ‚exoterischen‘ Kreise ... 26
2.3. Selbstthematisierungen .......30
3. Gliederungen der Literaturwissenschaft ......33
3.1. Gliederungen nach Aufgabenbereichen ......33
3.1.1. Gliederungen nach Aufgabenbereichen in Einführungstexten ......34
3.1.2. Gliederungen nach Aufgabenbereichen in Lexika und Handbüchern ......37
Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft ........38
Begriffsbestimmung: idiographisch vs. nomothetisch, textorientiert vs. nicht-textorientiert......44
Metzler Lexikon Literatur ......49
Kleinster gemeinsamer Nenner von Reallexikon und MLL ......54
Handbuch Literaturwissenschaft......56
Kleinster gemeinsamer Nenner ......60
3.2. Pluralismus......62
3.2.1. Kodifizierte Definitionen und Arbeitsdefinition von ‚Pluralismus‘ ..... 63
3.2.2. Umgang mit und Darstellung von ‚Pluralismus‘ in Einführungstexten ......64
3.2.3. Pluralismus in Texten literaturwissenschaftlicher Selbstthematisierung .......68
3.2.4. Funktion des ‚Pluralismus‘ .......73
3.3. Historische Selbstbezüge ......74
3.4. Gliederungen durch ‚Paradigmen‘ und ‚Krisen‘ ......79
3.4.1. ‚Paradigma‘ und ‚Krise‘ bei Kuhn ......80
3.4.2. ‚Paradigma‘ und ‚Krise‘ in Selbstbeschreibungen der Literaturwissenschaft ......83
3.4.3. ‚Dauerkrise‘ und Paradigmenerwartung ......88
3.4.4. Das Unproblematische der Paradigmenlosigkeit .......90
Paul Feyerabend: ‚Paradigma‘ vs. ‚Anything Goes‘ ......91
Konsequenzen ......94
3.5. ‚Grundlagenwissenschaft‘ und ‚angewandte‘ Literaturwissenschaft .... 95
4. Begriffe der Literaturwissenschaft ......101
4.1. Begriffsbildung als Problem der Wissenschaftstheorie ...... 101
4.2. Der Begriff ‚Begriff‘ in der Literaturwissenschaft ......106
4.3. Die Begriffe ‚Gegenstand‘ und ‚Literatur‘ in der Literaturwissenschaft ...... 111
4.3.1. Normative Modelle ......113
4.3.2. Zentrum-Peripherie-Modelle ......118
4.3.3. Text-Modelle .......121
4.3.4. Kritik an gegenstandszentrierten Bestimmungen der Literaturwissenschaft ......124
4.4. Äquivokation von Begriffen ......128
4.5. Die Begriffe ‚Methode‘ und ‚Theorie‘ in der Literaturwissenschaft .. 130
4.5.1. Konzepte von ‚Methode‘ und ‚Theorie‘ aus der
Wissenschaftsforschung ......131
4.5.2. ‚Methode‘ und ‚Theorie‘ in Nachschlagewerken und Einführungstexten ......134
Nachschlagewerke ......134
Einführungstexte ......139
Konsequenzen ......143
5. Programme: Der Umgang mit Theorien und Methoden ......145
5.1. ‚Theoriefreie‘ Literaturwissenschaft ......145
5.2. ‚Traditionelle‘ Literaturwissenschaft ......149
5.3. Darstellungsformen der Programme: Repräsentationen des Pluralismus ......152
5.3.1. „Methodenrevue“ ......153
5.3.2. ‚Interpretation‘ als Zentrum ......155
5.4. Begriffsvorschläge und Problemanalysen ......157
5.4.1. Deskriptive Programme ......157
5.4.2. Themenorientierte und nicht-themenorientierte Programme ......158
5.4.3. Verknüpfungen und reflexive Strukturen ......161
6. Ziele der Literaturwissenschaft ......165
6.1. Ziele der Literaturwissenschaft in Einführungstexten ......165
6.1.1. Unbestimmte Ziele ......166
6.1.2. Übersetzen und Verstehen ......174
6.1.3. Problemanalyse ......180
6.2. Gliederung der Literaturwissenschaft nach Erkenntnisinteressen .... 184
6.2.1. Die Logik des Gegenstandes ......185
6.2.2. Die Logik der Wissenschaft ......187
6.2.3. Die Logik der Gesellschaft ......188
7. Institutionen und Interaktionen: Kontexte der Literaturwissenschaft......191
7.1. Das wissenschaftliche Subjekt ......192
7.1.1. Quantitative Überlastung ......193
7.1.2. Das disziplinierte Subjekt ......199
7.2. Die Disziplin ......203
7.3. Außeruniversitäre Zusammenhänge ......206
7.4. Literaturbezogene Akteure außerhalb der Wissenschaft ......209
7.4.1. Literaturkritiker/innen .......210
7.4.2. Lehrer/innen ......212
7.4.3. Leser/innen ...........214
7.5. Faktor Zufall: Die Unberechenbarkeit der Wissenschaft ......216
8. Zum Abschluss ......219
8.1. Zusammenfassung .......219
8.2. Rückblick und Ausblick ......227
9. Bibliographie .......229